Heimatforscher Reinhold Albert hat sich einmal mehr mit dem Tuchmachergewerbe in der Rhön auseinandergesetzt. Er hielt einen Vortrag über Tuchmachermeister Johannes Schöbner, der 1764 damit begann, Eintragungen im Buch der Wollenweber und Tuchmacher von Bischofsheim und Umgebung zu machen. In dem Buch finden sich Abschriften von Urkunden und Beschlüssen, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen: Zum Beispiel die Abschrift eines "Ratsprotokolls über die Walkmühle auf dem Wörth gelegen". Die Mühle wurde 1547 erbaut.
Eine Walkmühle ist eine seit dem Hochmittelalter eingesetzte Maschine zur Verarbeitung, Verdichtung und Veredelung von Geweben, die als Tuche bezeichnet wurden. Sie ersetzte das Walken mit den Füßen.

Die Arbeit der Tuchmacher lohnte sich ohne Zweifel, denn schon 16 Jahre später wurde eine zweite Walkmühle an der Straße nach Unterweißenbrunn gebaut.