Das 39. Missio-Camp ist ein besonderes Camp. Es ist das erste Missio-Camp ohne Fritz Pawelzik. Viele Jahre begleitete er das Camp, war für viele junge Menschen ein wichtiger Gesprächspartner. Wie er da im Rollstuhl saß, im Wollpulli und mit verschmitztem Lächeln, war er vertrauter Bestandteil des Missio-Camps.

Im vorigen Jahr war er noch mit dabei, erzählte seine Geschichten als König Nana Kofi Marfo, Häuptling der Aschanti. Erzählte Geschichten aus dem Ruhrpott, vom Krieg und vom Glauben. Im Januar starb er und hinterließ viele Erinnerungen an viele gute Begegnungen und Gespräche mit einem kantigen Kerl, der geradeheraus sagte, was er dachte, aber immer ehrlich und herzlich war.

Gedanken um die Ewigkeit

Seit 39 Jahren ist Missio-Camp in Bewegung, und doch möchte das Camp auf ewig Gültiges und Geltendes hinweisen, erklärte Stefan Schroth am Eröffnungsabend. "Für immer und ewig", das diesjährige Motto fordere heraus, sich mit den Gedanken um Ewigkeit und um das, was dauerhaft gültig ist, auseinanderzusetzen. "Was zählt am Ende? Was bleibt? Was ist beständig?", fragte Stefan Schroth. Das Leben sei endlich, da stelle sich doch die Frage: Wozu lohnt es sich zu leben? Das Missio-Camp möchte aufzeigen, dass am Ende nur das Wort dessen, der alles geschaffen habe, dauerhaft gültig und beständig sei. Das Wort Gottes, die Liebe Gottes zu den Menschen, sie gelte für immer und ewig.

Intensiv befasste sich die Referentin des ersten Abends, Christina Brudereck, mit dem Missio-Camp-Thema. Die Theologin und Autorin sieht die Aussage "für immer und ewig", als große Herausforderung an. Etwas, das für immer und ewig gültig sei, das müsse auch schon immer da gewesen sein. Da gebe es nur eine Antwort: Gott.

Mit Eva Apfelkuchen backen

Und die Ewigkeit? Was machen wir, wenn wir im Himmel genug getanzt, gesungen, gegessen und gefeiert haben? Mit Paulus diskutieren, mit Petrus Wasserski fahren, mit Maria ein Krippenspiel aufführen, mit Moses Siedler spielen, mit Noah den Streichelzoo besuchen, mit Eva Apfelkuchen backen, mit den Jüngern Reise nach Jerusalem spielen, mit den Hochzeitsgästen aus Kana Altbier trinken und mit Adam Schlange stehen? Was auf den ersten Blick für Heiterkeit sorge, hatte einen weitaus tieferen Anspruch: Gott ist nahe, er ist ansprechbar, er ist in der Geschichte mittendrin. Eigentlich müssen die Menschen nichts weiter tun, als diese Liebe anzunehmen, sie im Herzen zu fühlen, mit dem Herzen zu Gott zu beten, um ihm nahe zu sein.

Einige Neuerungen gibt es im Missio-Camp. Das neue Bühnenbild: Nicht mehr das beleuchtete Kreuz, sondern Bilder aus dem Camp prägen den Hintergrund. Neu ist das Angebot von Bibel-Geochaching auf dem Gelände der Tagungsstätte. Extra für das Camp wurden sieben Stationen angelegt.