Der Start in das diesjährige Missio-Camp begann am Freitagabend mit einem großen Dankeschön. Es ist das 45. Missio-Camp. Selbst Corona-Einschränkungen haben das Camp nicht zum Erliegen gebracht. Anke und Stefan Schroth sind dankbar, dass es in diesem Jahr mehr als nur die Abendveranstaltung möglich ist.

So ist das Camp schon gleich vom ersten Wochenende an gut besucht. Im Jugendcamp konnten 70 Teilnehmer begrüßt werden. Im Familiencamp weitere 90 Teilnehmer. Damit sei das Camp an seine Kapazitätsgrenzen gekommen. "Mehr geht in diesem Jahr nicht", betont Anke Schroth. Doch auch, wenn die Teil-Camps geschlossene Gruppen sind, das Abendprogramm stehe allen Interessierten offen. Zahlreiche Gäste aus der Region  haben am ersten Eröffnungswochenende dieses Angebot auch schon angenommen. Ein Anmeldung ist für das Abendprogramm nicht notwendig. Stühle und warme Bekleidung oder Decken sollten mitgebracht werden, denn abends wird es durchaus frisch auf dem Festplatz.

Mit viel Liebe und  Herzblut organisiert

Auf dem Festplatz, wo sonst das große Versammlungszelt, das Roto-Dom stand, ist die Open-Air-Bühne aufgebaut. Verpflegung mit "Snacks to go" und dem Büchertisch gibt es in diesem Jahr auch wieder. Bischofsheims Bürgermeister Georg Seiffert dankte den Schroths, dass sie diese wichtige Veranstaltung Jahr für Jahr mit viel Liebe und  Herzblut organisieren. "Die Monate des Lockdowns haben uns erkennen lassen, was im Leben wirklich wichtig ist: Gemeinschaft mit Menschen. Ich bin dankbar, dass solche Veranstaltungen, wie das Missio-Camp stattfinden können."

Das Thema des 45. Missio-Camps lautet "Bedingungslos geliebt". Die Verkündigung am ersten Wochenenden übernahm  Karsten Hüttmann. Er ist Bereichsleiter der missionarisch-programmatischen Arbeit beim CVJM Deutschland und unter anderem Vorsitzender von Christival. "Bedingungslos geliebt werden, das ist die Sehnsucht eines jeden Menschens", stieg er in das Thema ein. Zumindest in christlichen Kreisen sei es durchaus bekannt, dass Gott jeden einzelnen Menschen bedingungslos liebt. Das habe man schon so oft gehört, dass man wissend abnicke und innerlich abschalte. Das wollte Hüttmann beim Missio-Camp neu anpacken. "Egal, was du schon von Gottes Liebe gehört hast, du hast keine Ahnung, wie groß sie ist", machte er neugierig darauf mehr von dieser Liebe zu hören, nachzuforschen und ihr auf die Spur zu kommen.

Rund um die Liebe Gottes

Doch soviel Bibelstellen auch zu Rate gezogen wurden, eines war am Ende klar: "Gottes Liebe ist größer, weiter komplexer als das was wir erfassen können. Wir können darüber staunen, still werden und anbeten. Gottes Liebe übersteigt alles was wir verstehen können." Weitere Aspekte der Liebe, dass Menschen eingeladen sind, sie weiter zu geben, dass Liebe auch eine Entscheidung ist, dass niemand jemals der Liebe Gottes herausfallen kann, wurde in den weiteren Tagen thematisiert. Auch die Frage, wie schwierig es sein kann, diese Liebe Gottes anzunehmen und in seinem eigenen Leben Raum zu geben, kam zur Sprache. Wie sehr unterscheide sich diese Liebe Gottes doch von irdischer, zwischenmenschlicher Liebe. "Ich liebe dich, wenn du mich liebst, und wenn dein Körper schön aussieht", das sei keine wahre Liebe. "Gottes ist anders. Er liebt nicht wie wir sind, sondern weil wir sind." Diese Liebe Gottes wurde von der Band um Katja Zimmermann in Lobpreis-Songs aufgegriffen, die zum Mitsingen einluden. Dass endlich wieder zusammen gesungen werden könne, das sei auch ein Grund um dankbar zu sein, freute sich Anke Schroth. Das Missio-Camp geht noch bis einschließlich 8. August. Vom 2. bis 4. August werden  Miriam Küllmer-Vogt und Fabian Vogt dem diesjährigen Thema ganz neue Perspektiven schenken. Bettina Becker wird die letzten Tage bestreiten.

Weitere Informationen auf: hohe-rhoen.org/missio-camp Das Abendprogramm ist auf youtube live mitzuerleben. Der Kanal lautet: Missio-Camp