Es war eine Meldung in der Zeitung, die Christa Wiesner wieder an ihren Fahrradsturz erinnerte. Ende September stürzte ein E-Bike-Fahrer auf dem Radweg hinter der Feuerwehr. Der Mann war beim Versuch, Passanten auf dem Kirkham Weg auszuweichen, an den Schienen der ehemaligen Schmalspurbahn hängen geblieben. Genauso war es ihr damals ergangen, im März dieses Jahres. Drei Wochen lang musste sie einen Gips tragen, noch im Sommer machte ihr die Verletzung am Ellenbogen zu schaffen.

Bei der Bürgerversammlung hatte Christa Wiesner ihren Unfall angesprochen. Mehrere Leute hatten sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie nicht die einzige sei, die an dieser Stelle mit dem Fahrrad stürzte. Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) habe ihr Anliegen aufgenommen und versprochen, die Stadt werde sich darum kümmern. "Es ist aber bis heute nichts passiert. Ich habe immer wieder geguckt", berichtet die 65-Jährige aus Bad Brückenau.


Der Polizei ist nur ein Unfall bekannt

Außer dem Sturz Ende September ist der Polizei kein weiterer Unfall mit einem Radfahrer an dieser Stelle bekannt. In solchen Fällen werde selten die Polizei verständigt, merkt Klaus Wiesler, Sachbearbeiter Unfallflucht, an. Auch Christa Wiesner hatte damals nicht die Polizei gerufen. Sie hatte einen Helm getragen und konnte noch selbst bis zur Notfallaufnahme ins Krankenhaus gehen. Auch den Mann, der kürzlich stürzte, bewahrte der Fahrradhelm vor schlimmeren Verletzungen.

Christa Wiesner möchte, dass die gefährliche Stelle bald beseitigt wird. Die Schienen könnten entfernt oder einfach mit Schotter überdeckt werden. Ihr ist bewusst, dass sie jederzeit hätte woanders stürzen können. Aber wenn doch bekannt sei, dass die Schienen schon mehreren Radfahrern zum Verhängnis geworden seien, müsse die Stadt endlich etwas unternehmen, sagt sie mit Nachdruck.