Im vergangenen Sommer noch spendete die mächtige Rotbuche neben dem Kursaal im Staatsbad Brückenau angenehm Schatten. Von außen sahen ihr Spaziergänger nicht an, dass sie unter der Trockenheit der vergangenen Sommer gelitten hat. "Der Haupttrieb war dürr und mit Pilz befallen", berichtet Robert Hildmann, Leiter der Kurgärtnerei. Zudem habe sich am Wurzelansatz Brandkrustenpilz ausgebreitet.

Ende Februar nun war es soweit: Die Buche wurde Stück für Stück abgesägt. Ein großer brauner Fleck mitten auf der Wiese zeugt davon. Die meisten Bäume im Schlosspark bekämen die zunehmende Trockenheit nicht allzu stark zu spüren, sagt Hildmann. Die Anlage liegt im Wiesengrund, nahe der Sinn. Viele Bäume reichen mit ihren Wurzeln ans Grundwasser heran. Doch bei der Rotbuche am Kursaalgebäude sei das nicht der Fall gewesen. Für den Bau des Kursaals sei das Gelände an dieser Stelle aufgeschüttet worden und dadurch erhöht, erklärt er.

Säuleneichen gepflanzt

Auch ein anderer bedeutender Baum steht an erhöhter Stelle. Die König-Ludwig-I.-Eiche gibt ein trauriges Bild ab. "Die Eiche ist fast gestorben, bis auf einen kleinen Rest", sagt Hildmann. Seit dem Hitzesommer 2003 beobachtet er, wie das einst prächtige Wahrzeichen des Staatsbades langsam eingeht. Schon seit längerer Zeit ist der Baum abgesperrt, so dass keine Gefahr für Spaziergänger besteht. Hildmann geht davon aus, dass die Eiche weiter stehen bleiben wird, denn in der Natur ist Totholz für Insekten und Vögel eine wichtige Lebensgrundlage.