Zur Zeit, da denkt Roland Kreuzer häufiger an früher, als er das Hotel Zur Mühle gerade erst übernommen hatte. 1996 war das. Er war neu in der Stadt, hatte einen Kredit im Nacken und baute mit dem Geld das auf, was heute seine Lebensgrundlage ist. "Wer sich erst vor Kurzem selbstständig gemacht hat, der hat es jetzt schwer", sagt der Hotelier nachdenklich. Er selbst aber müsse nicht um seine Existenz bangen, auch wenn im Moment quasi keine Gäste kommen und er erhebliche finanzielle Einbußen hat.

Eigentlich hätte Kreuzer für diese Saison vier Leute zusätzlich einstellen wollen. "Wir hatten so viele Buchungen drin. Jetzt ist natürlich alles geplatzt", sagt er. Seine drei Mitarbeiter des Stammpersonals sind seit April in Kurzarbeit. Seine Gäste rufen täglich an und stornieren bis in den August hinein, berichtet der Hotelier. Sorge aber bereitet Kreuzer die Situation nicht. "Ich bin 67 Jahre alt. Ich arbeite noch, weil ich Spaß an der Sache habe", sagt er. Die Soforthilfe des Freistaats habe er nicht beantragt.

Ganz so optimistisch ist Steffen Herdt vom Gasthaus Breitenbach in Römershag nicht. "Momentan ist es wirklich, wirklich schwierig", sagt er. Eine Mitarbeiterin sei in Teilzeit. Beschäftigte auf 450 Euro-Basis bezahle er weiter, "weil wir natürlich wollen, dass sie bei uns bleiben." Immerhin, 5000 Euro Soforthilfe vom Freistaat Bayern sind bereits da, doch "das deckt bei Weitem nicht die Fixkosten", macht Herdt klar.