Es gibt Aspekte der Corona-Pandemie, die durchaus für ein Lächeln sorgen. Die Musikschule ist so ein Beispiel. Im Sommer drangen immer wieder einmal Klänge aus dem Gebäude am Georgi-Kurpark. Nun aber ist den Melodien fast täglich zu lauschen, denn die strengen Abstands- und Hygieneregeln sehen regelmäßiges Lüften vor. Seit 11. Mai darf wieder unterrichtet werden - wenn auch nur im Einzelunterricht.

"Die Musikschule hat in dieser Ausnahmesituation bisher sehr viel Solidarität und Geduld erfahren", schildert Leiterin Daniela Wagner. Nicht alles sei im Einzelunterricht zu lösen. Da sich bei Blechblasinstrumenten häufig Tröpfchen bilden, werden diese Schüler nun in der evangelischen Friedenskirche unterrichtet. Auch Musikvereine aus dem Umland, die mit der Musikschule zusammenarbeiten, hielten nach größeren Übungsräumen Ausschau.

Manches aber ist trotz aller Bemühungen momentan nicht machbar. "Es tut mir in der Seele weh, dass ich nicht mehr in die Heime kann", sagt Wagner. Das Musik-Projekt "Musik für Herz und Hirn" für Senioren pausiert. Zu groß ist die Gefahr, das Virus einzuschleppen. Was die finanzielle Seite angeht, so sei die Musikschule bisher "glimpflich davongekommen", so dass die Schulleiterin aktuell davon ausgeht, die Gebühren im kommenden Schuljahr nicht anheben zu müssen.