Brigitte Meyerdierks (CSU) stammt aus Tiefenbach bei Passau. Die Diplom-Verwaltungswirtin lebt seit 1994 in Bad Brückenau. Sie saß seit 2000 im Stadtrat, seit 2002 im Kreistag und war seit 2002 stellvertretende Bürgermeisterin, bevor sie vor zehn Jahren Bürgermeisterin wurde. Die 65-Jährige verkürzte auf eigenen Wunsch ihre Amtszeit um anderthalb Jahre und schied Ende April aus dem Amt aus. Als Kreisrätin ist sie für weitere sechs Jahre wiedergewählt worden.

Frau Meyerdierks, was ist das für ein Gefühl, nicht mehr Bürgermeisterin zu sein?

Brigitte Meyerdierks: Da schwingt schon viel Wehmut mit. Aber ich hatte Glück: Meine Töchter waren beide da, weil sie gerade Homeoffice machen. Da war ich nicht allein. Und die Stadtverwaltung hat mir einen schönen, coronagerechten Abschied bereitet. Ich hätte auch gern mit den Bürgern ein Fest gefeiert, mit Blasmusik, Maibaum und Freibier. Ich hoffe, dass wir das irgendwann nachholen können - nicht nur wegen mir, sondern auch für die scheidenden Stadträte.

Die Corona-Krise stellt alle Verantwortungsträger vor große Herausforderungen. Sind Sie froh, dass Sie diese Aufgabe nicht mehr leisten müssen?

Froh ist der falsche Ausdruck. Ich bin erleichtert darüber, dass ich bei meinem Nachfolger Jochen Vogel alles in guten Händen weiß. Ich hoffe für Bad Brückenau, dass alles gut wird, gerade für den Tourismus.