Mit der traditionellen Geldbeutelwäsche macht der Ebenhäuser Faschingsclub "Selbsthilfe" seinem Namen alle Ehre: Denn der Erlös kommt stets wohltätigen Organisationen in der Gemeinde zugute. Seit nunmehr 42 Jahren ist das so. 1972 hatte der inzwischen verstorbene Armin Metz diese Aktion ins Leben gerufen .

Bernhard Wahler, Ehrenpräsident und langjähriger Vorsitzender des FCSH, lässt dazu seit Jahren eigens den "fahrbaren Dorfbrunnen" anrollen, denn "der eigentliche Brunnen ist zwar zum Waschen des Geldbeutels sehr geeignet, aber das Rausfischen der Münzen ist dann doch eine ziemliche Plage in dem Ellenbogen-tiefen und meist noch sehr kalten Wasser".

Denn neben der Gaudi möchte der Verein natürlich auch ein paar Münzen haben, denn "jetzt ist die beste Zeit den Geldbeutel zu waschen, weil sowieso nicht mehr viel drinnen ist", sagt der Ehrenpräsident und erinnert daran, dass nun die fröhliche Zeit abgelaufen ist und man auch an jene denken solle, die nicht so gut bestellt sind. Und so kommt der Erlös des Geldbeutelwaschens in diesem Jahr der Sozialstation Oerlenbach zu Gute.

Im Durchschnitt kommen jedes Jahr so um die 150 Euro zusammen, und immer hat der Faschingsclub dann auf einen vollen Hunderter aufgerundet. Auch diesmal glänzte der Boden des hölzernen Brunnens nicht nur kupfern, auch etliche "Silberlinge" waren aus den Geldbeuteln hineingepurzelt. Rund 30 Einheimische machten an dem traditionellen Dorfgeschehen mit.

Die zu waschenden Geldbörsen stellt übrigens der Verein. Eine Leine wurde gespannt, damit sie anschließend zum Trocknen aufgehängt werden konnten. Clarina, Vanessa, Jenniver und Michaela gehören schon seit Jahren zu den Aktiven des Vereins, und so ist es für sie eine Selbstverständlichkeit, am Ende des Faschings "Kehr-Aus" im eigenen Geldbeutel zu machen und dabei noch ein gutes Werk zu tun. Für die Aktiven des FCSH-Ebenhausen gehört die Geldbeutelwäsche am Ende der tollen Tage jedenfalls fest zum Programm.