Am Freitag, 7. Februar, war der "Zieh-dir-etwas-Rotes-an-Tag". Unter dem Slogan "Go red for Women" wurden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Helios St. Elisabeth-Krankenhauses Bad Kissingen dazu aufgerufen, sich etwas Rotes anzuziehen, um auf die Herzgesundheit von Frauen aufmerksam zu machen. Dieser Tag wurde erstmals in den Vereinigten Staaten von Amerika unter anderem von der American Heart Association ins Leben gerufen. Seitdem findet er jährlich am ersten Freitag im Februar statt. Ziel war und ist es bis heute, symbolisch auf die hohen Zahlen von Herzerkrankungen bei Frauen aufmerksam zu machen.

Symptomatik anders

Dabei leiden Frauen nicht unbedingt häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Männer. "Aber die Tatsache, dass Herzkrankheiten eher dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden, lässt Frauen häufig unvorsichtig werden und das Risiko bei sich selbst unterschätzen", weiß Dr. Oliver Zagórski, Chefarzt für Kardiologie am Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen. Dazu kommt, dass die Symptomatik bei Herzerkrankungen häufig anders verläuft als gemeinhin bekannt und beschrieben, was dazu führt, dass potentielle Warnsignale leicht missinterpretiert werden. "Beispielsweise denkt man als Laie bei starken Schmerzen in der Brust und im linken Arm schnell an einen Herzinfarkt", so Zagórski. "Wären die Schmerzen aber schwächer ausgeprägt, wären von Übelkeit oder Schwächegefühl begleitet und sie würden eher in den Rücken ziehen, würde wohl kaum jemand an einen Infarkt denken." Gerade diese Symptome sind bei Frauen allerdings häufiger der Fall. Vor allem auch deshalb sollten Frauen ihre eigenen Symptome immer ernst nehmen und abklären lassen. Auch eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ist wichtig. Daneben spielen aber auch ein gesunder Lebensstil, Stressfreiheit sowie Sport eine große Rolle. red