"Viele Köche verderben den Brei", heißt ein Sprichwort. Vier Dirigenten allerdings, vor allem wenn sie Bürgermeister sind, gleichzeitig dirigieren und die Kapelle dennoch nicht auseinander bringen, bilden die "Kommunalallianz Kissinger Bogen". Musikalisch funktioniert dieser Zusammenschluss schon sehr gut, das bewies einmal mehr das Blasmusikfest in Bad Bocklet, das fast übergangslos in die Kurgartenbeleuchtung mit abschließendem Feuerwerk mündete.


Zehn Kapellen

Insgesamt zehn Blasmuskikapellen präsentierten sich vor dem Brunnenbau im Kurgarten, bzw. im Cafégarten vor dem Restaurant Laudensack, wobei die Nüdlinger Musikanten den schwersten Part hatten. Sie durften nicht nur als erste spielen, sondern wurden auch von den vier Bürgermeistern dirigiert.
Das genoss der einladende Bürgermeister Wolfgang Back, der feststellte "als Kommunalpolitiker und Bürgermeister wird man sonst ja selbst nur von unten und oben dirigiert". Seine "Mitdirigenten" waren die Bürgermeister Gotthard Schlereth (Oberthulba), Waldemar Bug (Burkardroth) und Nüdlingens 2. Bürgermeister Harald Hofmann.
Außer den Nüdlingern spielten auch die Hetzloser und die Premicher Musikanten im Kurgarten, während gleichzeitig jeweils eine Kapelle im Cafégarten musizierte. Dort hatten sich die Musikkapelle Frauenroth, der Musikverein Thulba/Reith, der Musikverein Frankenbrunn, die Nüdlinger Jugendblaskapelle und die Big Band Schnitt Happys etabliert.
Mit dem Abschlusskonzert der drei Kapellen des Marktes Bad Bocklet wurde dann ein fließender Übergang zur anschließenden Kurgartenbeleuchtung geschaffen.
An Renate Metz und Martina Rauch lag es nun, bei Einbruch der Dunkelheit über 5000 Lichter und Lampions im Kurgarten zu entzünden, während sich das Publikum noch einmal an diesem Tag die historischen Tänze von "Rondo Historica" ansehen konnte.
Von Kurdirektor Thomas Beck kam dann am späteren Abend wiederholt die Aufforderung ans Publikum "wenn sie reichlich applaudieren, klatschen Sie uns damit auch die Regenwolken fort". Mit dieser Aussage schien er sogar Erfolg zu haben, denn in diesem Jahr blieb es bei der Kurgartenbleuchtung relativ trocken. Nur zweimal gingen kurze, wenige Minuten dauernde Sommerschauer nieder, so dass Punkt 22 Uhr das große Feuerwerk steigen konnte.