34 verschiedene Weihnachts- und Christstollen brachten Bäckereien der Bäckerinnung Bad Kissingen/Rhön-Grabfeld zur diesjährigen Prüfung. Und, um es gleich vorweg zu nehmen, alle 34 erhielten von Prüfer Manfred Stiefel ein "sehr gut" oder zumindest ein "gut".

Manfred Stiefel ist bei Deutschen Brotinstitut in Weinheim als Sachverständiger und Brotprüfer beschäftigt. Das bedeutet für ihn, dass er quer durch Deutschland tourt, um vorgelegtes Brot und Backwaren auf Aussehen und Geschmack zu testen. Im Spätherbst kommt auch für ihn dann die "schöne und noch abwechslungsreichere Zeit": die Stollenprüfungen stehen an.

Sehr hoch bewertet

So mussten allein in Bad Kissingen an einem Vormittag 34 Stollen aus acht verschiedenen Bäckereien getestet werden, wobei die süßen Probanden natürlich auch einer Geschmacksprobe unterzogen werden müssen. So wechseln sich klassische "Dresdner Stollen", mit Butterstollen, Marzipanstollen, Dinkelstollen und auch mal ein Stollen mit Cranberry ab, wobei es je nach Aussehen und Geschmack Punkte gibt.

Etliche Stollen erreichten die Höchstzahl von 100 Punkten oder kurz darunter und erhielten ein "Sehr gut", einige sogar mehrere Jahre hintereinander, was eine weitere Goldmedaille bedeutet. Gerade die traditionellen Stollen wurden sehr hoch bewertet, das heißt mit sehr gut bewertet, aber selbst die "nur" mit Gut bewerteten brachten 91 Punkte zusammen. "Nachdem in diesem Jahr die Weihnachtsmärkte ausfallen, bringt in Zeiten der Coronapandemie wenigstens der Genuss von Stollen ein bisschen Normalität in die weihnachtlichen Stuben", sagt Stiefel, und der stellvertretende Innungsobermeister Heribert Hedrich (Bad Kissingen) fügt an: "Weihnachtsstollen ist reiner Genuss und bedeutet ein Herunterfahren im Alltag in diesen schwierigen Zeiten".