Am Freitag (01. April 2022) ist es auf der Autobahn A3 bei Weibersbrunn in Fahrtrichtung Frankfurt zu mehreren Unfällen gekommen.

Die Ursachen dafür lagen vor allem in der nassen Fahrbahn in Kombination mit nicht angepassten Fahrgeschwindigkeiten. In einem Pressebericht gibt das Polizeipräsidium Unterfranken einen Überblick über die Geschehnisse. 

Fahrerin verliert Kontrolle über Auto: Unfall sorgt für Folgeunfälle

Gegen 18:35 Uhr kam es zu einem Unfall, der zwei Auffahrunfälle mit sich zog: Eine Fahrerin war mit ihrem Auto auf der A3 in Richtung Frankfurt unterwegs und verlor zwischen den Anschlussstellen Marktheidenfeld und Rohrbrunn die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Ursache dafür war die "Kombination zwischen nicht angepasster Geschwindigkeit bei schneebedeckter Fahrbahn und Sommerreifen", wie das Polizeipräsidium Unterfranken erklärt. 

Die Fahrerin kollidierte mit einem neben ihr fahrendem Auto und prallte daraufhin gegen eine Betonwand und die Außenleitplanke. Der Wagen kam letztlich mittig quer zur Fahrbahn zum Stehen. 

Infolge des Unfalls kam es dahinter zu zwei Auffahrunfällen: Zunächst fuhr ein Auto einem anderen Wagen auf, die beiden Fahrzeuge kamen direkt hinter den zuerst verunfallten Fahrzeugen auf dem Standstreifen zum Stehen. 

Mehrere Personen verletzt - Autobahn stundenlang gesperrt

Weiter dahinter gab es einen weiteren Auffahrunfall, bei dem ein Auto gegen das Führerhaus eines Tanklastzuges geschoben wurde. 

Bei den Unfällen zogen sich mehrere der Beteiligten Verletzungen zu: Eine Person wurde schwer verletzt, zwei Personen kamen mit leichten Verletzungen davon. Ein Rettungsdienst brachte die Verletzten ins Krankenhaus. Der entstandene Sachschaden liegt nach Schätzungen der Polizei im hohen fünfstelligen Betrag. 

Die Autobahn wurde infolge der Unfälle für die Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge für etwa drei Stunden vollständig gesperrt. Einsatzkräfte der Feuerwehren Esselbach, Altfeld, Marktheidenfeld, sowie das THW Marktheidenfeld waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

Nasse Fahrbahn und zu hohe Geschwindigkeit: Autofahrer geraten ins Schleudern

Gegen 18:36 Uhr kam es zu einem Unfall auf der A3 Richtung Weibersbrunn: Ein 40-jähriger Fahrer kam mit seinem Wagen zwischen den Anschlussstellen Rohrbrunn und der Tank- und Rastanlage Spessart-Süd ins Schleudern und prallte gegen die Außenleitplanke. Der Wagen kam zwischen dem Seitenstreifen und rechten Fahrstreifen zum Stehen, die beiden Insassen blieben unverletzt. Der Sachschaden wird auf ca. 10.000 Euro geschätzt. Zur Unfallaufnahme und Absicherung wurde die A3 für rund 30 Minuten vollständig gesperrt.

Bereits am Freitagnachmittag kam es zu ähnlichen Unfällen: Zwischen 15 Uhr und 15:30 Uhr kamen sowohl ein 27-Jähriger, als auch ein 33-jähriger Fahrer mit ihren Fahrzeugen ins Schleudern und kollidierten mit der Außenleitplanke. Grund dafür "war in beiden Fällen die nicht angepasste Geschwindigkeit bei winterglatter Fahrbahn", so das Polizeipräsidium Unterfranken. Die Fahrer blieben unverletzt, der Sachschaden liegt bei etwa 50.000 Euro. Für die Unfallaufnahme und Absicherung wurde die A3 kurzzeitig vollständig und in der Folge der rechte Fahrstreifen für eine Stunde gesperrt.

Auch auf Höhe Bessenbach verlor ein Fahrer die Kontrolle über seinen Wagen: Der 20-Jährige war am Freitag gegen 12:15 Uhr auf der A3 Richtung Frankfurt unterwegs, als er die Kontrolle über seinen Wagen verlor und mit einem anderen Auto zusammenstieß. Die umherfliegenden Fahrzeugteile beschädigten ein weiteres Auto. Die beiden beteiligten Autofahrer kamen zur Abklärung möglicher Verletzungen in ein Krankenhaus. Der entstandene Gesamtschaden liegt bei etwa 15.000 Euro. Der A3 wurde für ca. 30 Minuten vollständig und für weitere 45 Minuten der rechte und mittlere Fahrstreifen gesperrt.

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