Zwischen Stadtmauer, Fachwerk und Museen zeigt sich Dinkelsbühl als facettenreiche Stadt in Mittelfranken. 2025 wurde sie zur schönsten Altstadt Deutschlands gekürt.
Dinkelsbühl hat sich im Landkreis Ansbach einen besonderen Namen gemacht. Das Magazin Focus hat die Stadt zur schönsten Altstadt Deutschlands gekürt. Damit hat sich Dinkelsbühl gegen starke Konkurrenz behauptet, denn mit Rothenburg ob der Tauber liegt einer der bekanntesten Touristenmagnete Deutschlands nur wenige Kilometer entfernt. Die Auszeichnung hat einen klaren Hintergrund. In Dinkelsbühl geht es deutlich ruhiger zu als im oft überlaufenen Rothenburg.
Auch kulturell hat die Stadt einiges zu bieten: Museen, kleine Läden und saisonale Veranstaltungen sorgen dafür, dass es bei einem Spaziergang durch die Gassen nie langweilig wird. Die Anreise gestaltet sich unkompliziert. Ihr erreicht Dinkelsbühl mit dem Auto über mehrere Bundesstraßen, mit dem Fahrrad über gut ausgebaute Radwege oder bequem mit dem Zug. Von Nürnberg aus seid ihr etwa zwei Stunden unterwegs.
Dinkelsbühls besonderes Highlight: Historische Stadtmauer mit verträumter Altstadt
Die Stadt Dinkelsbühl blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die Stadtgründung erfolgte bereits um das Jahr 730 nach Christus, während die Altstadt erst rund 400 Jahre später, im Jahr 1130, entstanden ist. Im Unterschied zu den umliegenden Städten hat sich Dinkelsbühl nach keinem festen Plan entwickelt, sodass es in der Stadt beispielsweise keinen zentral angelegten, rechteckigen Marktplatz gibt. Stattdessen findet ihr viele Marktstraßen, die das Stadtbild prägen und sich im Verlauf trichterförmig erweitern. Ein Beispiel ist der Weinmarkt, der sich auf eine Breite von 36 Metern ausdehnt und dadurch wie ein offener Platz wirkt.
Um das Jahr 1372 entstand die Stadtmauer, welche heute das Dinkelsbühler Stadtbild prägt und zu den besonderen Highlights des historischen Zentrums gehört. Der Mauerring verläuft auf einer Länge von rund 2500 Metern um die Innenstadt und diente der Kreisstadt und ihren Einwohnern zum Schutz. Von der älteren Mauer sind nur noch Reste erhalten, die ihr bei einem Rundgang entdecken könnt. Während die Stadt zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, die Reichsstadt Dinkelsbühl, nahezu 60 Türme, Basteien und Tore besaß, könnt ihr heute nur noch vier Tortürme betrachten.
Die Stadtmauer eignet sich heute gut als Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch Dinkelsbühl. Wenn ihr dem Mauerring in Richtung Spitalhof folgt, gelangt ihr zum sogenannten Mauerknick. Dort treffen die ältere und die jüngere Mauer aufeinander und machen die Entwicklung der Stadtbefestigung anschaulich. Auch die historischen Zwinger und Zwingertürme sind noch erkennbar und vermitteln einen Eindruck von der früheren Verteidigungsstruktur. Vier Stadttore sind vollständig erhalten und markieren bis heute markante Zugänge zur Altstadt. So verbindet der Mauerring die Geschichte der Reichsstadt mit einem Rundweg, auf dem ihr Stadtansichten, Türme und Gassen aus verschiedenen Blickwinkeln erleben könnt.
Münster St. Georg, Altes Rathaus & Metal-Festival: Weitere Sehenswürdigkeiten in Dinkelsbühl
Im Alten Rathaus von Dinkelsbühl befindet sich das Haus der Geschichte, in welchem die lange Vergangenheit der Reichsstadt zu entdecken ist. Der Gebäudekomplex stammt aus dem 14. bis 16. Jahrhundert und bietet einen eindrucksvollen Rahmen für die Ausstellung. Das Museum nimmt euch mit auf über 800 Jahre alte Spuren zur Stadtgeschichte und bietet euch dabei ein modernes museumspädagogisches Konzept. Das Haus der Geschichte öffnet an allen 365 Tagen im Jahr und erlaubt es euch, die "Faszination Dinkelsbühl" lebendig zu erleben.
Ein weiteres Highlight der Stadt ist das Münster St. Georg, welches als Wahrzeichen von Dinkelsbühl gilt und seit 2018 als Denkmal nationaler Bedeutung zählt. Rund um die Kirche führen euch schmale Gassen entlang an den zahlreichen Fachwerkhäusern der Stadt, vorbei an Geschäften und Restaurants, die mit ihren altdeutschen Aufschriften das historische Stadtbild ergänzen. Viele Touristen fühlen sich dadurch bei einem Rundgang durch die Innenstadt in die Vergangenheit versetzt.