Auch die Stadt Ansbach reiht sich in die Riege der fränkischen Kommunen ein, die aufgrund der drohenden Gasmangellage Sparmaßnahmen im Energiebereich vornehmen. Ab sofort treten weitere Einschränkungen in Kraft, Oberbürgermeister Deffner appelliert an das Verständnis der Bürger.
Die aktuelle geopolitische Lage mit ihren unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit im Energiesektor zwingt auch die Stadt Ansbach im Bereich ihrer "eigenbewirtschafteten Liegenschaften" zum vorsorglichen und vorausschauenden Handeln. Die Stadt Ansbach beabsichtigt ihren Energieverbrauch in ihren Liegenschaften, Einrichtungen und Anlagen weiter zu verringern.
In den vergangenen Tagen wurden schon die ersten Maßnahmen in die Wege geleitet. Darüber informiert die Stadt Ansbach in einer Mitteilung von Freitag, 5. August 2022.
Energiesparen in Ansbach: Stadt setzt Warmwasserbereitung außer Betrieb
In einem ersten Schritt würden deshalb für die von der Stadt Ansbach betriebenen eigenen oder angemieteten Verwaltungsgebäude folgende Maßnahmen mit sofortiger Wirkung in Kraft gesetzt:
- In allen von der Stadt Ansbach betriebenen Verwaltungsgebäuden wird die bestehende Warmwasserbereitung außer Betrieb gesetzt.
- Die Regelung betrifft insbesondere Teeküchen, Sozialräume, Waschgelegenheiten in den Toiletten, aber auch Handwaschbecken, soweit diese noch unmittelbar in den Büroräumen betrieben werden.
- Ausgenommen sind lediglich Duschen oder ähnliche Einrichtungen, in denen die Gefahr der Bildung gefährlicher Krankheitserreger nicht auszuschließen ist.
Der Anstieg von Gas- und Strompreisen der letzten Monate bewirkt zusätzliche Kosten, die nicht nur für die er Bürgerinnen und Bürger, sondern auch den städtischen Haushalt belasten.
OB Deffner: "Durchaus zumutbare Einschränkung"
"Schon alleine deswegen ist es wichtig, den Verbrauch von Energie weiter zu senken. Wir sind vorbereitet und haben deshalb schon jetzt Einsparmaßnahmen ergriffen, um für den Winter vorzusorgen. Der mit den Einsparmaßnahmen verbundene moderate Verzicht auf Komfort und Wohlbehagen stellt im Vergleich zu den Opfern, die Menschen in anderen Ländern ob der aktuell herrschenden Krisen erleiden müssen, eine durchaus zumutbare Einschränkung dar," betont Oberbürgermeister Thomas Deffner. "Wenn kein warmes Wasser aus dem Hahn kommt, ist dies zwar nur eine geringe Einschränkung im Komfort, trotzdem schlummert hier ein Gas- und Strom-Einspar-Potenzial."
Zunächst werden nicht alle denkbaren und möglichen Maßnahmen sofort umgesetzt. "Wir werden mit Augenmaß agieren, es wird aber keine Denkverbote geben", ergänzt Deffner. "Auch die öffentliche Hand muss und wird ihren Beitrag zum Energiesparen leisten", gibt er zu bedenken und verweist auf den Deutschen Städtetag, der angekündigt hat "dass alle kommunalen Bereiche ihren Beitrag zu Einsparmaßnahmen leisten müssen, es gibt wenige Tabus".