Coburg
Energie-Krise

"Gasmangel verhindern": Coburg schaltet Beleuchtung der Veste ab - und prüft kältere Sporthallen

Um einem möglichen Gasmangel entgegenzusteuern, spart die Stadt Coburg Energie. Dabei werden verschiedene Maßnahmen ergriffen: Unter anderem wird die Veste ab Mittwoch nicht mehr beleuchtet.
Coburg: Gasmangel verhindern - Wo die Stadt nun Energie spart
Ab Mittwoch, 3. August, bleibt die Veste dunkel. Denn die Stadt Coburg spart Energie. Foto: Sirah / pixabay.com (Symbolbild)

Von Mittwoch, 3. August 2022, an bleibt die Veste Coburg dunkel. Der Grund dafür laut einer Pressemitteilung: "Die Stadt Coburg und ihre Tochterunternehmen SÜC und Wohnbau sparen Energie", heißt es dort. Wie die Stadt Coburg erklärt, wolle man so mithelfen, dass in Deutschland den ganzen Winter über ausreichend Gas zur Verfügung stehe. "Den Gasmangel können wir nur in einem gemeinsamen Kraftakt verhindern. Daher gehen wir als Kommune und städtische Gesellschaften voran und sparen überall dort Energie, wo das möglich ist", wird Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) zitiert. 

Sichtbarstes Zeichen der Einsparungen werde der Verzicht auf die sogenannte Effektbeleuchtung an herausragenden Gebäuden. Ab Mittwoch würden nach und nach die Effektlichter unter anderem an der Veste, am Eckardtsturm, am Landestheater, den Stadttoren und an den Wasserspielen am Albertsplatz abgeschaltet. Schon länger sei die bunte Beleuchtung des SÜC-Gebäudes in der Bamberger Straße aus. Die Gebäude am Marktplatz und Teile der Ehrenburg würden weiterhin nachts angestrahlt, denn "diese Beleuchtung dient nicht nur dem Schmuck, sondern auch der Sicherheit", erklärt das Rathaus.

Außenbecken im Aquaria Coburg werden nicht mehr beheizt - Stadt plant weitere Energiesparmaßnahmen

Vor einigen Wochen habe die SÜC die Wassertemperatur im Innenbereich des Aquaria abgesenkt und die Becken im Freibad würden nur noch von der Sonne erhitzt. Die Trinkwasserbrunnen wolle der kommunale Energieversorger nicht wie üblich erst Ende November ausschalten, sondern bereits Ende September. Die Wohnbau Stadt Coburg GmbH habe die Heizkreise ihrer zentralen Heizungsanlagen zur Gaseinsparung abgestellt. Die Produktion von Warmwasser sei davon nicht betroffen.

„Natürlich denken wir auch an die Zukunft und rüsten zum Beispiel Innen- und Außenbeleuchtung auf energiesparende LED um“, so Sauerteig. Mit Beginn der Heizperiode sollen demnach weitere Maßnahmen helfen, noch mehr Energie zu sparen. So werde derzeit geprüft, ob eine Absenkung der Temperaturen in Verwaltungsgebäuden und Sporthallen auf das "gesetzlich vorgeschriebene Mindestmaß" möglich sei.

Die Stadt Coburg habe außerdem eine Task-Force gegründet, die sich regelmäßig treffe. Ziel der Treffen sei es, weitere Möglichkeiten zu finden, Energie zu sparen. „Wir wollen, dass trotz der Einsparungen die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger so hoch wie möglich bleibt. So haben wir zum Beispiel gemeinsam mit der SÜC beschlossen, das Aquaria weiter am Netz zu lassen, bis hier klare Vorgaben und Handlungsanweisungen höherer Stellen kommen“, so Sauerteig weiter.