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Kitzingen
Wander-Tipps

Wanderführer präsentiert 50 Berge in Franken: "Eine der schönsten Ecken Deutschlands"

50 fränkische Berge hat Gerhard Heimler in seinem neuesten Wanderführer beschrieben, der "Fränkische Wanderberge" heißt. Jede Tour ist einen Ausflug wert.
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Eindrucksvoller Blick vom Himmeldunkberg nach Westen. Foto: Gerhard Heimler
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Er hat sie alle abgeschritten. Und nicht nur einmal. Gerhard Heimler hat tausende Kilometer zurückgelegt, um seinen neuesten Wanderführer zum Thema Wandern in Franken herauszubringen.

Der Titel des Buchs: Fränkische Wanderberge. Mit dabei: zwei Routen im Landkreis Kitzingen. Für die perfekte Wanderung - hier gibt es alles, was Sie brauchen.

Wandern in Franken: Frankenhöhe und Haßberge sind die Geheimtipps

Im Gespräch  verrät der Autor, wie es zu dem Buch kam und warum Wandern in Franken so faszinierend ist.

Kann man in Franken überhaupt von Bergen sprechen?

Heimler: Die Oberbayern und Österreicher würden sicher sagen: nein. Aber die Definition von „Berg“ ist gar nicht so einfach. Die Höhe alleine macht es jedenfalls nicht aus.

Wie hoch sind die höchsten fränkischen Berge?

Heimler: Wir haben immerhin zwei, die höher als 1000 Meter sind: den Ochsenkopf und den Schneeberg im Fichtelgebirge.

Waren die Wanderungen dort hinauf die anstrengendsten?

Heimler: Ich habe sie zu einer Tour zusammengefasst. Eine meiner Lieblingswanderungen im Buch. Anstrengend, aber auch sehr reizvoll.

Welche Wanderungen können Sie noch empfehlen?

Heimler: Alle! Das Schöne am Frankenland ist ja seine Vielfalt. Das ist bei den Bergen nicht anders.

Wann haben Sie mit Ihren Recherchen begonnen?

Heimler: Die Idee zum Buch hatte ich tatsächlich schon vor zehn Jahren. Zum Glück hat mein Verleger zugestimmt. Dann habe ich mich umgehört bei Wandervereinen und Freunden, habe mir topografische Karten besorgt und mir Literatur angesehen. Die meisten Wanderungen habe ich in den letzten vier Jahren unternommen. Fast alle Touren bin ich mindestens zweimal gelaufen. Das Wetter musste ja auch für die Bilder passen.

Was war die größte Herausforderung bei diesem Projekt?

Heimler: Die Auswahl. Ich hätte auch doppelt so viele Wanderungen unternehmen und beschreiben können. Aber das Buch durfte ja nicht zu dick und zu schwer werden.

Gab es Ausschlusskriterien?

Heimler: Das Buch sollte auf jeden Fall Berge beschreiben, auf denen die Wanderer eine schöne Aussicht haben. So wie bei Ihnen im Landkreis, vom Schwanberg und vom Bullenheimer Berg.

Was fasziniert Sie an den fränkischen Wanderbergen?

Heimler: Ihre Vielfalt. Franken ist doch viel größer, als man glaubt. Von Ebenen über Hügellandschaft bis hin zu Mittelgebirgen ist alles vertreten. Entsprechend vielfältig sind auch die Vegetation und die Geologie. Alle Erdzeitalter sind hier vertreten.

Und die Menschen sind auch verschieden.

Heimler: Allerdings. Denken Sie nur an die Dialekte. In den Haßbergen durfte ich mich während eines Regengusses bei einem Bauern unterstellen. Sehr nett von ihm, aber leider habe ich fast kein Wort verstanden. Ich bin nach diesem Buch mehr denn je davon überzeugt, dass die Landschaft auch uns Menschen prägt. In Franken gibt es nach wie vor karge und arme Gegenden, im Gegensatz dazu das heitere Weinland.

Haben Sie einen Geheimtipp für uns?

Heimler: Die Frankenhöhe zwischen Bad Windsheim und Ansbach ist sehenswert und auch an den Wochenenden noch nicht so überlaufen. Das Gleiche gilt für die Haßberge. Aber grundsätzlich sind alle fränkischen Berge sehenswert und die Touren zu empfehlen.

Ganzjährig?

Heimler: Auf jeden Fall. Die Wanderungen haben zu jeder Jahreszeit ihren ganz besonderen Reiz.

Wandern boomt gerade. Wie lange wird dieser Boom anhalten?

Heimler: Schwer zu sagen. Der Höhepunkt ist meiner Meinung nach noch nicht erreicht. Wegen der Corona-Krise wird sich das Interesse womöglich sogar noch einmal steigern. Reisen ins Ausland werden in diesem Jahr nicht so oft gebucht, die Menschen werden auch vor Ort schauen, wo es schön ist.

Zum Beispiel in Franken?

Heimler: Genau. Eine der schönsten Ecken Deutschlands. Und noch dazu zentral gelegen.

Wie lautet Ihr nächstes Projekt?

Heimler: Wandern und Einkehren rund um Frankfurt.

Auch nicht schlecht.

Heimler: Und auch dafür muss ich den ein oder anderen Berg erklimmen – unter anderem im Taunus. Darauf freue ich mich schon.

Titel: Fränkische Wanderberge: 50 Touren zwischen Rhön und Altmühltal. 176 Seiten, Bergverlag Rother. Ab sofort in Buchhandlungen zu bestellen.

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