In Würzburg überschattet der Tod eines langjährigen Stadtrats den Wahlkampf zu den Kommunalwahlen am 8. März 2026. Bei den Parteikollegen herrscht große Trauer.
Der Würzburger Kommunalpolitiker und Denkmalschützer Willi Dürrnagel ist tot. Am Sonntag (1. März 2026) verstarb er nach längerer Krankheit im Alter von 79 Jahren. Seit 1972 saß Dürrnagel durchgängig im Würzburger Stadtrat. Als 25-Jähriger war er zunächst für die SPD in den Stadtrat eingezogen, ehe er im Laufe der folgenden 54 Jahre häufiger die Partei wechselte. Für die Kommunalwahlen am 8. März 2026 hatte Dürrnagel sich zuletzt als Kandidat der ÖDP aufstellen lassen.
Neben seiner kommunalpolitischen Tätigkeit war Willi Dürrnagel in zahlreichen lokalen Vereinigungen in leitender Position tätig. Auch gab er sein umfangreiches Wissen über die Stadt Würzburg, deren Geschichte und Einwohner gerne bei kostenlosen Führungen und Vorträgen an Interessierte weiter. 2023 erkrankte er an Lymphdrüsenkrebs. Trotz seiner Krankheit habe er sich bis zuletzt für die Belange der Bürger eingesetzt, heißt es vonseiten seiner Partei.
ÖDP-Kreisverband nimmt Abschied von Willi Dürrnagel - "hatte sich auf weitere Arbeit im Stadtrat gefreut"
"Willi, wie er von allen Würzburgern liebevoll genannt wurde, war bis zuletzt aktiv im Wahlkampf", teilt der ÖDP-Kreisverband Würzburg Stadt am Montag (2. März 2026) in einem Nachruf mit. "Noch vor drei Wochen hatte er Wahlplakate nachbestellt und im Gespräch geäußert, dass er sich auf die weitere Arbeit im Stadtrat freue", berichten seine Parteikollegen. Dass er dabei "von seiner Krankheit gezeichnet" gewesen sei, habe ihn nicht davon abgehalten, dieses Ziel zu verfolgen.
Besonders wichtig seien ihm die "Identität Würzburgs" sowie die Themen Denkmalschutz, Mittelstandsförderung und das Grün in der Stadt gewesen. Deshalb habe er sich gerne in der Stadtbildkommission engagiert und Stellung zu aktuellen Themen genommen. Zuletzt habe er etwa erneut betont, dass es am Bahnhof neben dem Posthochhaus kein zweites Hochhaus geben dürfe. Die Sichtachsen vom Stein und der Festung und das Zusammenwirken mit dem Ringpark seien ihm dabei ein besonderes Anliegen gewesen. Dürrnagel habe seine Heimatstadt geliebt. Davon zeuge auch die beeindruckende Sammlung, die er in den vergangenen 40 Jahren zusammengetragen habe.
Diese enthält unzählige Stücke mit Bezug zu Würzburgs jüngerer Stadtgeschichte, darunter etwa 50.000 Bücher, 11.000 Postkarten, 500 Bilder, sowie unzählige Fotos, Dokumente, Urkunden, Abzeichen, Münzen und mehr. In den letzten Monaten habe Dürrnagel mit großer Freude davon berichtet, dass seine Sammlung nun neue Räume gefunden hat. Zusammen mit allen Würzburgern habe er der Eröffnung entgegengefiebert. "Wir hätten ihm von Herzen gegönnt, dass er dies noch hätte erleben dürfen", so die ÖDP. Man werde Willi Dürrnagel ein "ehrendes Gedenken bewahren" und sich "weiterhin in seinem Sinne für ein 'l(i)ebenswertes Würzburg' einsetzen".
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