In Schweinfurt kommt es erneut zu einer Ladenschließung. Als Gründe führt das Unternehmen schwierige wirtschaftliche Bedingungen und eine geringere Kaufkraft in der Region an.
Der zunehmende Leerstand im Schweinfurter Zentrum setzt sich fort. Nun trifft es auch ein bekanntes Geschäft für Bürobedarf. "Ein schwieriges Marktumfeld erzwingt das Aus", heißt es in einer Pressemitteilung. Darin ist die Rede von einer massiven Verschlechterung der Rahmenbedingungen.
Seit 30 Jahren ist der Fachmarkt "QuadrO" am Rande der Fußgängerzone eine beliebte Anlaufstelle für Büro- und Schulbedarf oder Bastel-, Schreib- und Dekoartikel. Ende April endet diese Ära. Die Dr. Schmitt Büroorganisation GmbH (DSBO) aus Fulda schließt ihre Filiale in Schweinfurt. Damit verliert die Stadt eine weitere Ladenfläche in der Innenstadt. Erst vor Kurzem gab auch die bekannte Textilkette Kik die Schließung ihrer Filiale in der Brückenstraße bekannt.
Fachgeschäft "QuadrO" in Schweinfurt wird geschlossen - Unternehmen beklagt Entwicklung
Auf einer Verkaufsfläche von rund 2000 Quadratmetern bietet das Schweinfurter Fachgeschäft seit seiner Eröffnung im Jahr 1996 um die 40.000 Artikel an und gilt in der Region als verlässlicher Partner für Büro- und Kreativbedarf. Auf Google erreicht die DSBO-Filiale 4,5 von möglichen fünf Sternen bei 237 Bewertungen.
Obwohl sich der Standort über die Jahrzehnte etabliert habe, hätten sich die "Rahmenbedingungen massiv verschlechtert", wie die Dr. Schmitt Büroorganisation GmbH in einer Pressemitteilung bekannt gibt. Aufgrund des zum 30. Juni 2026 auslaufenden Mietvertrags für die Räumlichkeiten am Oberen Marienbach wurde angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Entscheidung zur Schließung der Filiale getroffen.
Wie das Unternehmen mitteilt, hätten zum einen die sinkenden Besucherfrequenzen und der wachsende Leerstand an Verkaufsflächen im Stadtzentrum die Attraktivität des Standorts nachhaltig geschwächt. Hinzu kämen die allgemeine "Konsumflaute und Kaufzurückhaltung", die beide den Einzelhandel hart träfen.
"Geringere Kaufkraft in der Region": DSBO gibt Schweinfurter Standort auf
In Schweinfurt sei zudem die spezifische Situation der Industrie ein Problem, heißt es weiter. Der dortige Stellenabbau führe zu einer "spürbar geringeren Kaufkraft in der Region". Auch der wachsende Druck durch den Online‑Handel mache den stationären Fachmarkt dieser Größenordnung wirtschaftlich zunehmend "schwerer tragbar".
"Die Geschäftsführung bedauert diesen Schritt zutiefst und dankt den Mitarbeitenden für ihren Einsatz sowie den Kundinnen und Kunden für die jahrzehntelange Loyalität", betont das Unternehmen in seiner Mitteilung.