Nestlé hat einen bundesweiten Rückruf für Babynahrung von Beba und Alfamino gestartet. Was Eltern jetzt beachten müssen.
Nestlé hat einen großen Rückruf für Babynahrung gestartet. Betroffen sind mehrere Produktreihen der Marken Beba und Alfamino. Die Muttermilchersatzprodukte reichen von Anfangsmilch, über Folgemilch, bis hin zu Spezialnahrung für Frühgeborene und Babys mit Lebensmittelunverträglichkeiten.
"In enger Abstimmung mit den zuständigen deutschen Behörden ruft Nestlé vorsorglich bestimmte Chargen/Produktionsnummern von verschiedenen Beba- und Alfamino-Säuglingsnahrungsprodukten zurück, die in Deutschland verkauft wurden", teilte das Unternehmen am Montag (5. Januar 2026) mit. Eine Zutat der Babynahrung, die Nestlé von einem Zulieferer erhalten hat, könne Cereulid enthalten.
Nestlé ruft Babynahrung deutschlandweit zurück: Mehr als 20 Produkte betroffen
Dabei handelt es sich um ein Toxin, ein giftiger Stoff, der vom Mikroorganismus Bacillus Cereus produziert wird. Er löst Erbrechen aus und verursacht Lebensmittelvergiftungen, im schlimmsten Fall kommt es zu Leber- und Hirnschäden. Erschwerend kommt hinzu, dass Cereulid hitzebständig ist und somit beim Erwärmen der Milchfläschchen nicht zerstört werden würde.
Laut Nestlé handele sich bei dem Rückruf um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Bislang seien keine Erkrankungen oder Symptome nach Verzehr der betroffenen Produkte bestätigt worden. Laut dem Portal "Lebensmittelwarnungen.de" wurden die Milchersatzpulver und -Fertiggetränke deutschlandweit verkauft. Doch auch in Österreich und der Schweiz wurden Rückrufe gestartet.
Eltern, die eines oder mehrere der betroffenen Produkte mit den entsprechenden Chargennummern gekauft haben, werden gebeten, ihre Kinder hiermit nicht mehr zu füttern. Stattdessen sollen die Produkte dort zurückzugeben, wo diese gekauft wurden. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.
"Wenn Eltern Bedenken hinsichtlich der Gesundheit ihres Kindes haben, raten wir ihnen, mit ihrem Kinderarzt oder einer medizinischen Fachkraft zu sprechen", so Nestlé. Alle anderen Produkte von Beba und Alfamino sowie andere Chargen derselben Produkte, die nicht von diesem Rückruf betroffen sind, können sicher konsumiert werden, versichert der Konzern.