• Neue Betrugsmasche: Davor warnt Europol
  • Fake-Anrufe: So gehen die Betrüger*innen vor
  • Betrugsversuch: Das können Betroffene tun

"Europol wird Sie nicht anrufen" - Das schreibt die europäische Sicherheitsbehörde Europol auf ihrer Webseite. In letzter Zeit sei die Behörde vermehrt darauf aufmerksam gemacht worden, dass Betrüger*innen Einzelpersonen unter dem falschen Vorwand, Europol zu vertreten, anrufen würden.

"Das ist eine Fälschung!" - Europol warnt vor Betrug

Dabei erzählen die Betrüger*innen ihren Opfern, dass sie in schwere Verbrechen verwickelt seien oder selbst Opfer einer Straftat, wie Identitätsdiebstahl, geworden seien. Anschließend fordern sie die Leute am Telefon auf, persönliche Informationen bereitzustellen und hohe Geldsummen zu zahlen. Dabei geben sich die Betrüger*innen als Europol-Beamt*innen aus.

Besonders tückisch an der Masche ist, dass die Kriminellen den Anschein erwecken können, die Anrufe würden von echten Europol-Nummern stammen. Das werde Europol zufolge auch als "Telefon-Spoofing" bezeichnet. Damit ist die Verwendung gefälschter Anrufer-ID-Informationen gemeint. Mit diesen Fake-IDs kann die wahre Quelle eines eingehenden Anrufs verschleiert werden.

Die Betrügerbanden geben sich häufig als hochrangige Mitarbeiter*innen von Europol aus. Auch in E-Mails und Nachrichten auf Social Media, die in mehreren Sprachen verfasst sind, wurden fälschlicherweise die Namen von Mitarbeiter*innen verwendet, um seriös und legitim zu klingen: darunter Catherine De Bolle, Jean-Philippe Lecouffe und Jürgen Ebner. Die Betrugsversuche wurden auch über gefälschte Briefe getätigt, die von Drittunternehmen im Namen von Europol verschickt wurden.

Falsche Briefe im Namen von hochrangigen Europol-Mitarbeitern

Europol warnt eindringlich vor diesen Anrufen: "Das ist eine Fälschung! Europol wird Bürger*innen wegen solcher Forderungen niemals anrufen oder zur Zahlung auffordern!" Weder Eurpol noch seine Mitarbeiter*innen würden sich jemals direkt an die Öffentlichkeit wenden, um sofortige Maßnahmen zu fordern oder Einzelpersonen mit der Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen zu drohen. Europol verhängt auch keine Bußgelder und kontaktiert keine Bürger*innen, um Zahlungen zu verlangen.

Erhält man eine verdächtige E-Mail, einen Brief oder einen Anruf, solle man sich umgehend an seine örtliche Polizeistelle wenden. Die Behörden würden sich dann bei Bedarf mit Europol in Verbindung setzen. Europol nimmt Meldungen von Bürger*innen nicht direkt entgegen und kann einzelne Meldungen nicht untersuchen.

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