Schwangere (34) in Österreich ermordet? Mordverdacht gegen Elite-Polizisten

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Eine 34-Jährige wird in Österreich als vermisst gemeldet, Tage später wird ihre Leiche gefunden. Welche Rolle spielt ein Polizist der Sondereinheit Cobra in dem Fall?

Nach dem Tod einer 34-Jährigen in Österreich steht ein Polizist unter Mordverdacht. Es sei Untersuchungshaft für den 30-Jährigen beantragt worden, sagte Christian Kroschl von der Staatsanwaltschaft Graz. Der Verdächtige pflegte enge Kontakte zu der toten Österreicherin.

Angaben zum möglichen Motiv machten die Behörden nicht. Eine Obduktion solle die Todesursache klären, hieß es. Der Verdächtige sei seit 2016 Polizist und seit 2021 der in Österreich besonders angesehenen Sondereinheit Cobra zugeordnet.

Leiche von Vermisster in Österreich gefunden - Verdächtiger mit Widersprüchen

Die Ermittlungen kamen laut Landeskriminalamt am 10. Januar 2026 ins Rollen, als die Mutter der 34-Jährigen ihre Tochter als vermisst meldete. Das nicht abgespülte Geschirr in der Wohnung sei ein Zeichen, dass die 34-Jährige ihr Zuhause überstürzt verlassen habe, sagte die Mutter der Polizei.

Eine Freundin der 34-Jährigen wies die Polizei auf deren Bekanntschaft mit dem Polizisten hin. Bei Befragungen verstrickte sich der Verdächtige in Widersprüche. Daraufhin wurde er festgenommen. Schließlich legte er nach Darstellung der Polizei ein Teilgeständnis ab. Er habe eingeräumt, an einem Vorfall beteiligt gewesen zu sein, bei dem die Frau zu Tode gekommen sei, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts Steiermark.

Laut dem Österreichischen Rundfunk (ORF)  habe der Mann zudem zugegeben, das Handy der Frau erst in seinem Auto gehabt und es dann aus dem Autofenster geworfen zu haben. Gefunden worden sei das Mobiltelefon zunächst jedoch nicht.

Vermisste war in Wald vergraben 

Der Mann führte die Beamten auch zum Fundort der Leiche. Die sterblichen Überreste der 34-Jährigen waren in einem Wald nahe dem Wohnort des Polizisten vergraben. 

"Diese Tat macht uns alle fassungslos", sagte Landespolizeidirektor Gerald Ortner. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen sei obendrein eine Waffe gefunden worden, die einer Straftat aus dem Jahr 2019 zugeordnet werden könne.

Medienberichte, laut denen die 34-Jährige schwanger gewesen sein soll, bestätigte die Polizei laut ORF zunächst nicht. Demnach werde man auf das Obduktionsergebnis warten. ami/mit dpa

Vorschaubild: © Matthias Röder/dpa