Nach einem Vorfall beim Anwesen von Donald Trump ermittelt nun das FBI. Sicherheitsmaßnahmen stehen im Fokus der Behörden.
US-Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben einen bewaffneten Eindringling beim Anwesen Mar-a-Lago von Präsident Donald Trump erschossen. Der Mann, Anfang 20, sei in der Nacht zum Sonntag (22. Februar 2026) unbefugt in den Sicherheitsbereich des Anwesens in Florida eingedrungen, teilte der für den Schutz des Präsidenten verantwortliche Secret Service mit.
Trump, der häufig am Wochenende zu seinem privaten Club nach Palm Beach reist, befand sich zu diesem Zeitpunkt weder dort noch im südlichen Bundesstaat Florida. Der Präsident war am Samstagabend (21. Februar 2026) in Washington Gastgeber eines Dinners mit Gouverneuren. Zu den Hintergründen des Vorfalls und dem möglichen Motiv des Mannes äußerten sich die Ermittler zunächst nicht. Die Bundespolizei FBI führt die Ermittlungen an.
Mit Schrotflinte und Benzinkanister
Zur Identität sagte der örtliche Sheriff auf einer Pressekonferenz lediglich, dass der Eindringling ein Weißer sei. Er wurde laut Secret Service am Nordtor von Mar-a-Lago gesichtet und soll eine Schrotflinte und einen Benzinkanister bei sich gehabt haben. Sheriff Ric Bradshaw vom Palm Beach County erklärte weiter, dass zwei Agenten des Secret Service und ein Vertreter des Sheriff-Büros den Mann aufforderten, Kanister und Waffe niederzulegen.
Dieser habe dann die Schrotflinte in eine Schussposition gebracht. Daraufhin hätten die Beamten das Feuer eröffnet. Der Mann sei noch am Tatort gestorben. Wie viele Schüsse abgegeben wurden, war noch unklar. Der Name des Mannes wurde zunächst nicht veröffentlicht, da zuerst die Angehörigen benachrichtigt werden sollten. Das FBI rief die Anwohner im Umfeld auf, Außenkameras auf Verdächtiges zu überprüfen.
Mar-a-Lago ist neben dem Weißen Haus ein zentrales Anwesen für Präsident Trump. Er hält sich häufig an Wochenenden und Feiertagen dort auf. Er empfängt in dem prunkvollen Anwesen immer wieder auch hochrangige Staatsgäste.
Secret Service erschießt Mann auf Trump-Anwesen
Mehrere Attentatsversuche im Wahlkampf Trump war mehrfach das Ziel von Attentatsversuchen. Im Sommer 2024 entkam der damalige Präsidentschaftskandidat nur knapp mit dem Leben, als ein Attentäter bei einer Wahlkampfveranstaltung in Butler im Bundesstaat Pennsylvania auf ihn schoss; eine Kugel verletzte ihn leicht am Ohr.
Ein Besucher starb, zwei weitere wurden verletzt. Der Täter wurde von Sicherheitskräften getötet. Die Szene, wie der blutverschmierte Trump nach dem Attentat die Faust in die Höhe reckte, ging in die Geschichte ein. Im September 2024 schoss der Secret Service dann auf einen bewaffneten Mann, der sich in Büschen bei Trumps Golfplatz in West Palm Beach versteckt hatte und einen Anschlag geplant haben soll.