TV-Tipp: Einer der besten Western der letzten 25 Jahre läuft im Free-TV

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No Country For Old Men
Lewelyn Moss (Josh Brolin) hat nicht mit der Brutalität des Mörders Anton Chigurh gerechnet.
ZDF/Richard Foreman, Jr.
No Country For Old Men
Der eiskalte Mörder Anton Chigurh (Javier Bardem) jagt ohne Gnade dem Drogen-Geld hinterher.
ZDF/Richard Foreman, Jr.
No Country For Old Men
Sheriff Bell (Tommy Lee Jones) am Schauplatz des Verbrechens.
ZDF/Richard Foreman, Jr.
No Country For Old Men
Chigurh (Javier Bardem) geht über Leichen.
ZDF/Richard Foreman, Jr.
No Country For Old Men
Sheriff Bell (Tommy Lee Jones) sammelt eine Leiche nach der anderen ein.
ZDF/Richard Foreman, Jr.

Der düstere Western-Thriller "No Country for Old Men" (2007) - frei nach einem Buch des Pulitzer-Preisträgers Cormac McCarthy - bekam gleich vier Oscars.

Eine Ansammlung von Trucks und viele verstreut herumliegende Leichen - es ist nur eines von vielen starken Bildern, die Ethan und Joel Coen ("True Grit") in ihrem Western-Thriller "No Country For Old Men" (2007) zeichnen. Es handelt sich hier um das wohl düsterste, bestimmt aber um das blutigste Werk der Brüder seit ihrem Debüt mit "Blood Simple" vor immerhin 29 Jahren.

Der Film, den Kabel Eins zu fortgeschrittener Stunde wiederholt, ist ein Abgesang auf eine pseudo-moralische Welt, in der nicht mehr jeder alt wird und Schusswaffenbesitz zur persönlichen Freiheit zählt. Und das Epizentrum dieses Szenarios ist der gewissenloseste Mörder, den man sich nur vorstellen kann, meisterhaft gespielt von Javier Bardem.

Texas, 1980: Direkt an der mexikanischen Grenze entdeckt Cowboy und Gelegenheitswilderer Llewelyn Moss (Josh Brolin) ein Schlachtfeld. Vorangegangen ist ein fürchterlich schiefgelaufener Drogendeal, der in einer heftigen Schießerei endete. Keiner der Beteiligten überlebte die Eskalation. Moss aber denkt nicht im Traum daran, das Entdeckte der Polizei zu melden. Ihm erscheint das Ganze vielmehr als ein Zeichen des Himmels, findet er neben einem Toten doch eine Tasche mit mehr als zwei Millionen Dollar. Die Summe reicht zigfach, um ihn und seine Frau Carla Jean (Kelly Macdonald) vom tristen Dasein in einem schäbigen Trailerpark zu erlösen. "Tu es nicht", möchte man ihm fast zurufen, als er sich das Geld schnappt.

Hervorragendes Starensemble

Der noch größere Fehler aber ist wohl, dass er zwecks Spurenverwischens noch einmal zum Tatort zurückkehrt. Denn dort erwartet ihn bereits Anton Chirgurh (Javier Bardem), ein Killer, wie ihn das Land noch nicht gesehen hat. Er hat die Aufgabe, Moss das Geld wieder abzujagen. Für die Erledigung seines Jobs geht Chirgurh über Leichen. Und weil Moss ein listiger Flüchtender ist, zieht sich bald eine lange Blutspur durch den Süden von Texas. Ebenfalls an Moss angehängt hat sich der bald pensionierte Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones). Mit Fortschreiten der Jagd wird klar: Bell versucht, Moss zu finden, nicht um ihn zu verhaften und dem Gesetz zuzuführen, sondern um ihn vor dem irren Killer zu retten, der wie eine Gottesplage durch das Land zieht.

"No Country for Old Men" wurde gleich mit vier Oscars ausgezeichnet - für die "Beste Regie", das "Beste Drehbuch", als "Bester Film" sowie Javier Bardem als "Bester Nebendarsteller". Die Vorlage für die Handlung lieferte der gleichnamige Roman von Cormac McCarthy, der als einer der wichtigsten zeitgenössischen US-Schriftsteller gilt und dessen Bücher immer wieder auch verfilmt werden. Neben Bardem, der sich mit Anton Chirgurh in die Galerie der bizarrsten Hollywoodkiller eingeschrieben hat, überzeugen auch Tommy Lee Jones, Josh Brolin, Woody Harrelson und Kelly Macdonald mit denkwürdigen Darbietungen.

Quelle: teleschau – der mediendienst