Auch Köln ist immer wieder betroffen: 2024 wurde dort der größte Blindgänger des Jahres gefunden, eine amerikanische 20-Zentner-Bombe bei Bauarbeiten im Bereich der Gereon-Kaserne, und im Juni 2025 mussten in Köln gleich drei Weltkriegsbomben gleichzeitig entschärft werden.
Nicht immer ging bei Entschärfungen alles gut: Der schwerste Zwischenfall ereignete sich 2010 in Göttingen. Dort starben drei Arbeiter und sechs wurden verletzt, als eine 500 Kilo schwere alliierte Bombe explodierte. Die Bombe detonierte überraschend, kurz bevor mit der eigentlichen Entschärfung begonnen werden sollte.
Warum sind Prepper derzeit so populär?
Die Szene wuchs vor allem seit der Corona-Pandemie stark, als leere Supermarktregale Lieferkettenprobleme offenlegten und viele Menschen erkannten, wie verletzlich das "Just in time"-Versorgungssystem eigentlich ist. Dazu kamen seither weitere Krisen wie Kriege, Naturkatastrophen und Inflation, die das Interesse zusätzlich befeuerten. Auch der Staat trägt zum Prepper-Boom bei: Was vor zehn Jahren als übertrieben galt, steht heute in offiziellen Empfehlungen - das Bundesamt für Bevölkerungsschutz rät mittlerweile offiziell zu einem Vorrat für mindestens zehn Tage. Die Bewegung ist dabei längst auch ein Wirtschaftsfaktor mit eigenen Zulieferern für Notfallausrüstung.
Die Bundeszentrale für politische Bildung verortet die Popularität von Survivalkursen und Preppertum in einem pessimistischen Zeitgeist sowie in deutschen Abstiegsängsten. Prepping wird als Versuch gedeutet, sich angesichts diffuser gesellschaftlicher Verunsicherung ein Stück Kontrolle zurückzuholen.
Gleichzeitig gibt es eine politisch brisante Facette: Teile der Prepper-Szene stehen seit 2017 unter Beobachtung des Verfassungsschutzes, nachdem ein rechtsextremes Netzwerk aufgedeckt wurde, das den Sturz der Regierung am "Tag X" geplant haben soll. Dadurch erscheint der Prepper in den Medien oft als ambivalente Figur - zwischen paranoidem Spinner, faszinierendem Exoten und potenziellem Sicherheitsrisiko.
Wie geht es beim Kölner "Tatort" weiter?
Fest stehen bereits die nächsten beiden Fälle aus Köln. Folge 97, "Tatort: Die guten Leute" (Arbeitstitel), wurde schon im Oktober 2025 abgedreht. Ballauf und Schenk klären einen Raubmord auf - im Fokus steht die etablierte Kölner Bio-Bäckerei "Bernds Backhaus", ein Familienunternehmen, dessen heile Fassade trügt. Das Drehbuch stammt von Johannes Rotter, Regie führte Katrin Schmidt.
Folge 98 trägt den Arbeitstitel "Tatort: Der Glücklichmacher" (Arbeitstitel), auch dieser Film ist unter der Regie von Torsten C. Fischer bereits abgedreht worden, das Drehbuch stammt wie bei "Die Schöpfung" von Wolfgang Stauch. Es geht um ein Familiendrama im noblen Kölner Villenviertel Hahnwald. Ein ehemaliger Modefürst und Lebemann der Upper Class wird tot im Wald gefunden, die Ermittler erleben eine zerrüttete Familie mit alten Verletzungen und tiefem Misstrauen.
Quelle: teleschau – der mediendienst