"Keine Frau muss sich das gefallen lassen": Désirée Nosbusch mit wichtigem Appell

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"Der Irland-Krimi: Die Tote am Fluss"
Kriminalpsychologin Cathrin Blake (Désirée Nosbusch) geht der Fall sehr nahe. Als Frau, die selbst Gefahr läuft, Opfer männlicher Gewalt zu werden, aber auch als Bekannte der ermordeten Orla.
ARD Degeto Film/good friends Filmproduktions GmbH/Bernard Walsh
"Der Irland-Krimi: Die Tote am Fluss"
Ermittler Sean Kelly (Declan Conlon) muss seiner Freundin, Kriminalpsychologin Cathrin Blake (Désirée Nosbusch), die Nachricht vom Mord an Orla überbringen, die sie tief erschüttert.
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"Der Irland-Krimi: Die Tote am Fluss"
Superintendent Sean Kelly (Declan Conlon) und seine Nichte und Kollegin Sarah (Róisín O'Donovan) führen die polizeilichen Ermittlungen im Mordfall Orla.
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"Der Irland-Krimi: Die Tote am Fluss"
Stunden vor dem Mord an Orla (Fionnuala Gygax, rechts) blicken sie und Cathrin (Désirée Nosbusch) noch positiv in die Zukunft.
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"Der Irland-Krimi: Die Tote am Fluss"
Das spätere Mordopfer Orla (Fionnuala Gygax, links) und Cathrin Blake (Desirée Blake, rechts) kennen sich von Treffen der Anonymen Alkoholiker. Cathrin hat gerade die Rolle der Sponsorin für Orla übernommen, als diese ermordet wird.
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"Der Irland-Krimi: Die Tote am Fluss"
In vielen Fällen steckt der Ex-Partner hinter Morden an Frauen. Auch Orlas Ex Patrick (Emmet Byrne) gerät unter dringenden Tatverdacht.
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"Der Irland-Krimi: Die Tote am Fluss"
Bei ihren Nachforschungen wird Cathrin Blake (Désirée Nosbusch) selbst zum Opfer männlicher Aggression, als sie den Onkel der ermordeten Orla, Angus Walsh (Jo Dow), in den Kreis der Verdächtigen bringt.
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"Der Irland-Krimi: Die Tote am Fluss"
Auch im Privaten wird Cathrin Blake (Désirée Nosbusch, vorne) mit dem Thema Gewalt gegen Frauen konfrontiert. Fiona (Áine Keaveney), die Freundin ihres Sohnes Paul, wird von ihrem Ex-Freund gestalkt und fühlt sich bedroht.
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"Der Irland-Krimi: Die Tote am Fluss"
Der aalglatte Niall Brennan (Harry Jarvis) war womöglich die Person, die die ermordete Orla als letzte lebend gesehen hat. Doch er behauptet, sich an nichts erinnern zu können.
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"Der Irland-Krimi: Die Tote am Fluss"
Cathrins Sohn Paul (Rafael Gareisen, rechts) hat genug davon, dass der Ex-Freund seiner Freundin Fiona diese nicht in Ruhe lässt und stalkt.
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Gewalt gegen Frauen nimmt weltweit zu, sie hat viele Formen, und die Zahlen sind alarmierend. Dieses Themas nimmt sich nun der elfte "Irland-Krimi" mit Désirée Nosbusch in der Hauptrolle an. Der Mord an ihrem Schützling Orla wird für Kriminalpsychologin Cathrin Blake zu einem zutiefst persönlichen Fall.

"Der Irland-Krimi" im Ersten geht gerne dorthin, wo es weh tut, in die tiefsten menschlichen Abgründe. Der Drehort Galway und die raue, dramatische Westküste Irlands bilden dafür die perfekte Kulisse, so auch im elften Film der Reihe "Der Irland-Krimi: Die Tote am Fluss" (Buch: Markus Busch, Regie: Matthias Tiefenbacher) am Donnerstagabend. War es im letzten Fall Superintendent Sean Kelly (Declan Conlon), der persönlich von seinem aktuellen Fall betroffen war, ist es diesmal seine gute Freundin Cathrin (Desirée Nosbusch). Denn die Kriminalpsychologin kannte die junge Orla (Fionnuala Gygax), die am Fluss Corrib, in der Nähe eines Nachtclubs zusammengeschlagen wurde und kurz darauf ihren Verletzungen erlag. Cathrin war ihre Sponsorin bei den Anonymen Alkoholikern, deren Treffen beide besuchten.

"Wieso geht diese junge Frau mitten in der Nacht alleine am Fluss spazieren?", fragt Kelly. Würde er das auch fragen, wenn es sich um einen jungen Mann handeln würde, oder ist es da wieder, dieses "victim blaming", die Schuldzuweisung an die Frauen, die es so vielen von ihnen, die Opfer häuslicher Gewalt und sexueller Übergriffe werden, so schwer macht, die Täter anzuzeigen. Warum haben sie auch einen kurzen Rock getragen, sich geschminkt, gelächelt oder nach Anbruch der Dunkelheit alleine das Haus verlassen? Da müssen die Männer ja vergewaltigen und zuschlagen. Auch Cathrin hat ganz offensichtlich die Schnauze voll von dieser ständigen Täter-Opfer-Umkehr: "Vielleicht sollten Männer mal nachts zu Hause bleiben." - Viele Zuschauerinnen dürften sich in dieser Szene ebenso genervt dasselbe gedacht haben.

Häufig sind Ex-Partner die Täter

Rein statistisch stammen die Täter meistens aus dem engeren Umfeld des Opfers, am häufigsten ist es der Partner oder Ex-Partner. Und so ist auch Orlas Ex, der zu Aggression neigende Patrick (Emmet Byrne), Sean Kellys Hauptverdächtiger. Cathrin dagegen glaubt nicht an die Schuld des labilen jungen Mannes, der Orla immer noch zu lieben scheint, und stellt eigene Nachforschungen an. Dabei wird sie selbst zum Opfer männlicher Gewalt.

Fiona (Áine Keaveney), die neue Freundin ihres Sohnes Paul (Rafael Gareisen), fühlt sich ebenfalls von einem Mann bedroht: von ihrem Ex-Freund, der sie unaufhörlich stalkt. "Keine Frau muss sich das gefallen lassen. Wenn Reden nicht mehr hilft, musst du das anzeigen!", rät Cathrin ihr. Die Bedrohung kommt aus unterschiedlichsten Richtungen ...

Auch Hauptdarstellerin Desirée Nosbusch hat sie schon früh im Leben erlebt, wie sie in ihrer Autobiografie "Endlich noch nicht angekommen" verriet. Bei ihr war es ihr viel älterer Mentor und Manager, mit dem sie als gerade einmal 16-Jährige in eine "Beziehung" geriet: "Dieser Mann hat mich vergewaltigt. Ich wollte es nicht, und was Liebe war, wusste ich nicht ... ein Paar waren wir ganz sicher nie. Es waren Jahre voller Qualen."

Dass Frauen so offen über ihre Erfahrungen sprechen, trägt ebenso wie die filmische Thematisierung wie im aktuellen "Irland-Krimi" zur dringend notwendigen Aufklärung bei und macht anderen betroffenen Frauen, im besten Falle, Mut, Situationen richtig zu erkennen und gegebenenfalls anzuzeigen.

Schon kommende Woche geht es weiter mit dem zwölften "Irland-Krimi: Du gehörst mir".

"Der Irland-Krimi: Die Tote am Fluss" - Do. 09.04. - ARD: 20.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst