Angeschlagener Agrarriese: BayWa eröffnet neugestalteten Standort in Franken

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Bad Brückenau: Angeschlagene BayWa öffnet modernisierten Standort
Am 3. und 4. Juli hat die BayWa die Neueröffnung des Standortes Bad Brückenau gefeiert.
Am 3. und 4. Juli hat die BayWa die Neueröffnung des Standortes Bad Brückenau gefeiert.
Foto: BayWa
Bad Brückenau: Angeschlagene BayWa öffnet modernisierten Standort
Am 3. und 4. Juli hat die BayWa die Neueröffnung des Standortes Bad Brückenau gefeiert.
BayWa
Ralf Welz / inFranken.de (Symbolbild)

Die BayWa hat die Wiedereröffnung ihres modernisierten Baustoffstandorts im Kreis Bad Kissingen gefeiert. Trotz finanzieller Krise macht der Leiter klare Versprechen.

Am 17. Januar 1923 gründete sich die BayWa als "Bayerische Warenvermittlung landwirtschaftlicher Genossenschaften AG". Ihre Wurzeln reichen nach eigenen Angaben bis ins Jahr 1893 zurück. Das Unternehmen mit Sitz in München gehört zu den größten deutschen Agrarunternehmen. Zu den weiteren Geschäftsfeldern der Firma zählen die Bereiche Baustoffe, Technik, Wärme und Mobilität.

Gegenwärtig befindet sich die BayWa in einer finanziellen Krise. Ausgelöst wurde diese durch eine kreditfinanzierte Expansion, auf die hohe Schulden, gestiegene Zinsen und schwächere Märkte folgten. Ein umfangreiches Sanierungsprogramm, inklusive Stellenabbau, Standortschließungen und Forderungsverzichten der Banken, läuft bis 2030 und soll das Unternehmen wieder auf sein heimisches Kerngeschäft zurückführen.

BayWa hat Standort in Bad Brückenau neugestaltet - das erwartet die Kunden 

Jetzt meldet sich der Agrarriese jedoch mit positiven Neuigkeiten zu Wort: Im unterfränkischen Bad Brückenau (Landkreis Bad Kissingen) hat die BayWa ihren dortigen Baustoffstandort neu eröffnet. Dem Schritt war eine umfassende Modernisierung der Niederlassung vorausgegangen, wie aus einer Firmenmitteilung hervorgeht.

Handwerksbetriebe, Bauunternehmen und Privatkunden könne das Unternehmen jetzt effizienter betreuen und auch Mitarbeitende profitierten von verbesserten Arbeitsbedingungen und Abläufen.

Konkret entstanden sind in Bad Brückenau ein Büro- und Fachmarktgebäude, eine überdachte Be- und Entladezone, eine neue Ausstellungsfläche für den Garten- und Landschaftsbau, eine Betontankstelle und modernisierte Lagerflächen. Auch die Verkehrs- und Logistikabläufe wurden optimiert, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt gibt. 16.5000 Quadratmeter misst der neugestaltete Standort.

Leiter äußert sich zu neuer Niederlassung - "schaffen die Grundlage"

"Mit der Eröffnung setzen wir ein klares Zeichen – für die Region, für die Zukunft und für starke Partnerschaften. Bad Brückenau ist und bleibt für uns ein sehr wichtiger Standort", wirbt Marco Fella, Leiter der BayWa Baustoffe Niederlassung Bad Brückenau, mit. "Mit dem modernisierten Betrieb schaffen wir die Grundlage, unsere Kundinnen und Kunden auch künftig mit hoher Servicequalität, kurzen Wegen und persönlicher Beratung zu begleiten."

Die offizielle Eröffnung feierte die Firma am 3. und 4. Juli gemeinsam mit Kunden, Geschäftspartnern und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und der Region. Rund 100 geladene Gäste nahmen an der Eröffnungsveranstaltung am 3. Juli teil, bevor die BayWa am Tag darauf beim Tag der offenen Tür ihre Türen für die Öffentlichkeit öffnete.

Auch den Baustoffstandort in Schwabmünchen hat der Agrarkonzern neugestaltet und bereits am 19. und 20. Juni eröffnet. In Bamberg ist die traditionsreiche Agrarfirma in jüngster Vergangenheit in Diskussion geraten. Im Juni 2026 bangten rund 200 Beschäftigte der BayWa in Bamberg um ihre Arbeitsplätze (Plus-Angebot). Der Grund: Die Einigung beim Sanierungsplan, bei dem es laut Medienberichten um fast eine Milliarde Euro ging. Anfang Juli dann die Gewissheit: Die BayWa will die beiden Tankstellen in Bamberg verkaufen (Plus-Angebot). Betroffene Mitarbeiter wissen nicht, wie es weitergehen soll.