Harry Potter und Popcorn beim Gottesdienst

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Echtes Leben: Pastorin mit schwerer Vergangenheit
Rebecca Assif ist Pastorin in Hamburg-Wilhelmsburg. Sie predigt, tauft und versucht, einen Ort zu schaffen für Menschen, die sonst wenig Berührung mit der Kirche haben.
NDR
Echtes Leben: Pastorin mit schwerer Vergangenheit
Wer Rebecca Assif auf der Kanzel erlebt, sieht eine selbstbewusste junge Frau, die anderen Menschen Halt und Orientierung gibt - Dinge, die ihr selbst lange gefehlt haben.
NDR
Echtes Leben: Pastorin mit schwerer Vergangenheit
In ihrer Gemeinde entwickelt Rebecca Assif neue, niedrigschwellige Angebote, sucht den direkten Kontakt zu Menschen im Stadtteil und versucht, traditionelle Strukturen aufzubrechen.
NDR

"Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht", sagt Rebecca Assif, die neue Pastorin in Hamburg-Wilhelmsburg. Mit ungewöhnlichen Ideen wie Harry-Potter-Gottesdiensten steuert sie den hunderttausendfachen Kirchenaustritten entgegen.

Popcorn und Kirche, Harry-Potter-Gottesdienste und Krabbelstunde mit den Kleinen: Wie passt das zusammen? - "Ich möchte die Kirche anschlussfähig für die jetzige Zeit und die Botschaft für die breite Masse zugänglich machen", sagt die neue Pastorin von Hamburg-Wilhelmsburg, die 34-jährige Rebecca Assif. Sie ist um keine Idee verlegen, wenn es darum geht, Menschen in die Kirche zurückzuholen und damit dem Strom der Austritte (600.000 im vergangenen Jahr) entgegenzusteuern. Yasemin Ergin (NDR) porträtiert unter dem Titel "Echtes Leben: Pastorin mit schwerer Vergangenheit" die Pastorin, die anderen Menschen "Halt und Orientierung" geben will.

Rebecca Assif selbst wuchs unter schwierigen Bedingungen auf, verlor früh ihre Mutter und kam in eine Pflegefamilie. Dort erlebte sie lange Zeit unentdeckt gebliebene Gewalt, bis sie ein Lehrer und eine Sozialarbeiterin in einem Kinderheim unterbrachten. Das Gefühl, Außenseiterin zu sein, ließ sie nie ganz los.

Angesichts alter Kinderfotos, beim Besuch ihres Kinderheims und ihrer besten Freundin kehren jedoch Gefühle der Dankbarkeit zurück - auch beim Treffen der Menschen, die ihr damals geholfen haben. Heute versucht sie, traditionelle Strukturen in einem System aufzubrechen, das überwiegend noch immer in festen Rollen und Erwartungen denkt. "Ich bin super empfangen worden. Ich hab gesehen, dass hier viel Potenzial ist. Zudem wurde mir freie Hand gelassen und ich bekomme vollste Unterstützung", sagt Rebecca Assif über ihre Gemeinde. Doch eine gewisse Unsicherheit bleibt letztlich doch.

Echtes Leben: Pastorin mit schwerer Vergangenheit - Mi. 27.05. - ARD: 23.35 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst