Der Fluch der Himmelsscheibe von Nebra

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Das dunkle Vermächtnis
Kim (Felicitas Woll) gerät einmal mehr in den Bann der Himmelsscheibe von Nebra. Lastet auf ihr wirklich ein Fluch?
ARD Degeto Film/ARD Degeto Film/MadeFor Film GmbH/Hans-Joachim Pfeiffer
Das dunkle Vermächtnis
Wer ist das kleine Mädchen (Romy Miesner), das Kim (Felicitas Woll, rechts) immer wieder in Visionen erscheint? Ist sie der Schlüssel zu ihrer Erinnerung?
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Das dunkle Vermächtnis
Zurück in ihrem Heimatort, trifft Kim (Felicitas Woll) nach vielen Jahren auch wieder auf Arkos Sohn Jonas (Florian Bartholomäi). Beider Leben verlief höchst unterschiedlich: Sie wurde erfolgreiche Fotografin in Hamburg, er blieb die meiste Zeit in Nebra. Er habe sein Leben darunter gelitten, als Sohn des Raubgräbers gehänselt zu werden.
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Das dunkle Vermächtnis
Liegt auf ihr ein Fluch? Die Himmelsscheibe ist Jahre nach ihrem Fund nach Nebra zurückgekehrt. Kim (Felicitas Woll, links) war damals dabei, kann sich aber an nichts erinnern. Die Museumsleiterin Rebecca Rosen (Neda Rahmanian) bittet sie dennoch, nach Arkos Tod die Rede bei der Jubiläumsfeier zu halten.
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Das dunkle Vermächtnis
Kim (Felicitas Woll) findet im Haus und Garten ihres Vaters immer wieder Überreste verbrannter Dokumente. Warum wurde Arko Haumann ermordet, was ist damals beim Fund der Himmelsscheibe geschehen?
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Das dunkle Vermächtnis
Die Blumenhändlerin Agnes (Barbara Philipp, rechts) scheint zu wissen, was damals geschehen ist, doch statt es offen auszusprechen, lässt sie Kim (Felicitas Woll) oder Kommissar Ritter gegenüber nur kryptische, unkende Sätze fallen.
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Das dunkle Vermächtnis
Kim (Felicitas Woll) war seit vielen Jahren nicht mehr in ihrer Heimat Nebra, mit ihrem Vater Paul (Elmar Gutmann) hat sie nur wenig Kontakt. Es sei nicht wichtig, warum man aus Nebra weggegangen ist, sondern warum man noch hier ist, sagt sie einmal zu Kommissar Ritter.
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Das dunkle Vermächtnis
Zwischen Kim (Felicitas Woll) und Kommissar Ritter (Torben Liebrecht) scheint es eine gewisse Anziehung zu geben. Weiß sie wirklich nicht mehr, was damals beim Fund der Himmelsscheibe geschehen ist?
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Das dunkle Vermächtnis
Kommissar Peter Ritter (Torben Liebrecht, rechts) kommt nicht aus Nebra und ist mit der Geschichte des Ortes nicht vertraut. Auch vom Fund und der Bedeutung der Himmelsscheibe erfährt er erst hier im Haus des ermordeten Arko Haumann und seines Sohnes Jonas (Florian Bartholomäi).
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Die Himmelsscheibe von Nebra gilt als weltweit älteste konkrete Darstellung astronomischer Phänomene. Ihr Fund in den Neunzigern führt im fiktiven Mysterythriller mit Felicitas Woll zum Mord. Liegt wirklich ein Fluch auf der Scheibe?

Die besten Geschichten schreibt bekanntlich das Leben selbst. Der ARD-Film "Das dunkle Vermächtnis" (Buch: Thomas Sieben, Regie: Ziska Riemann) erzählt am Samstagabend jedoch nicht die wahre Geschichte des Funds der Himmelsscheibe von Nebra, sondern spinnt in einer Mischung aus Mysterythriller und Familiendrama einen Mordfall voll düsterer Geheimnisse und übernatürlicher Geschehnisse.

Die Himmelsscheibe von Nebra gilt als älteste bekannte Darstellung astronomischer Phänomene. Als Teil eines Bronzeschatzes lag sie tausende von Jahren auf dem Mittelberg in Sachsen-Anhalt vergraben. 1999 fanden zwei Sondengänger den Schatz und nahmen ihn an sich, obwohl derartige Funde dem Land gehören. Stattdessen ging er in der Folge durch diverse Hehler- und Händlerhände, ehe er nach teils kuriosen verdeckten Ermittlungen samt Lockvogel schließlich sichergestellt werden konnte. 2003 wurden Räuber und Hehler zu Bewährungsstrafen verurteilt, die Himmelsscheibe befindet sich heute im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle.

Liegt auf der Himmelsscheibe ein Fluch?

Im ARD-Thriller kehrt die Himmelsscheibe zum Jubiläum des Fundes zurück nach Nebra. Das soll groß gefeiert werden, einer der beiden Finder, Arko Haumann (Walter Plathe), eine Rede halten. Doch dazu kommt es nicht, Arko wird ermordet. In Verdacht gerät sein damaliger Kumpan Paul Wenrich (Elmar Gutmann). Der räumt ein, Arko gedroht zu haben, da er in seiner Rede "seine Version der Geschichte" von damals erzählen und "alles richtigstellen" wollte. Getötet habe er ihn aber nicht.

Was damals wirklich geschehen ist wird man erst ganz am Ende erfahren. Kommissar Ritter (Torben Liebrecht) erhofft sich von Wenrichs seit Langem in Hamburg lebender Tochter Kim (Felicitas Woll) Informationen. Sie war als Kind beim Fund der Scheibe dabei, erinnert sich aber nicht. Verdrängung zum Selbstschutz, wie es scheint. Zurück in der Heimat wird sie bald von Erinnerungsfetzen, Albträumen und Visionen heimgesucht.

Arkos Sohn Jonas (Florian Bartholomäi) und die seltsame Blumenhändlerin Agnes Schneider (Barbara Philipp) sind überzeugt, dass die Scheibe nichts als Unglück und Tod bringt. Irgendwann ist auch Schneider tot, und diesmal kann es Wenrich nicht gewesen sein, denn der befindet sich nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus.

Felicitas Woll überzeugt

Trotz der stellenweise arg überfrachteten, konstruierten Geschichte geht man dank der atmosphärischen Inszenierung, ruhig aufgebauten Spannung und des überzeugenden Spiels von Felicitas Woll lange mit ihr mit. Die zugegeben überraschende, aber auch ziemlich hanebüchene Auflösung zum Schluss aber ist dann doch ein bisschen zu viel des Guten.

Umso mehr stellt man sich die Frage: Warum hat man nicht die filmreife wahre Geschichte rund um den Fund der Himmelsscheibe umgesetzt? Als Thriller oder als ähnlich skurrile Räuberpistole wie dereinst die unglaubliche Posse rund um die gefälschten Hitlertagebücher, unsterblich gemacht durch Helmut Dietls Filmsatire "Schtonk!", das könnte man sich gut vorstellen.

"Das dunkle Vermächtnis" - Sa. 14.03. - ARD: 20.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst