Sie filmen und fotografieren, während Menschen verletzt sind und Hilfe benötigen: Gaffer. Die Polizei Rheinland-Pfalz hatte es am Wochenende mit einem besonders schlimmen Fall zu tun. In Ludwigshafen kollidierte ein Auto mit einer Straßenbahn, ein 30-Jähriger und seine schwangere Frau wurden schwer verletzt.

Eine Vielzahl von Gaffern behinderte den Einsatz von Polizei und Rettungskräften erheblich, teilte die Polizei mit. Statt Erste Hilfe zu leisten, nahmen die Schaulustigen ihre Smartphone heraus. Sie filmten und fotografierten. Als die Polizisten Platzverweise aussprachen, reagierten einige Gaffer "lautstark mit Hohn und Spott".
 

 


Selbst strafrechtliche Konsequenzen schrecken die Menschen nicht davon ab. Die Polizei Rheinland-Pfalz zeigt sich wütend über dieses Verhalten. "Gaffen ist ein wachsendes Phänomen. Ob Hochwasserkatastrophe, Verkehrsunfall oder Großbrand. Bei nahezu allen größeren Schadenslagen tauchen sie auf. Personen aller Gesellschafts- und Altersschichten wollen in die erste Reihe, um Leid und Not der Opfer hautnah mitzuerleben", schreibt sie in ihrem Pressebericht und fordert die Menschen auf: "Lassen Sie beim nächsten Mal das Handy in der Tasche und legen sie Hand an."

Gaffer belästigen Retter - ein Beispiel aus dem Kreis Coburg