Koblenz am Rhein
Misshandlungen

Gefesselt, geschlagen, Mund zugeklebt: Kindesmisshandlungen durch Kita-Erzieherinnen

Betroffene Eltern haben lange warten müssen. Jetzt wird es einen Prozess gegen vier ehemalige Erzieherinnen einer Kita in Rheinland-Pfalz geben.
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Betroffene Eltern haben lange warten müssen. Jetzt wird es einen Prozess gegen vier ehemalige Erzieherinnen einer Kita in Rheinland-Pfalz geben. Symbolfoto:  Patrick Pleul/dpa
Betroffene Eltern haben lange warten müssen. Jetzt wird es einen Prozess gegen vier ehemalige Erzieherinnen einer Kita in Rheinland-Pfalz geben. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa
Gefesselte und geschlagene Kinder: Vier ehemalige Erzieherinnen einer Kita in Rheinland-Pfalz müssen sich rund fünf Jahre nach mutmaßlichen Misshandlungen vor dem Landgericht Koblenz verantworten.

Der Prozess beginnt nach Angaben von Gerichtssprecherin Claudia Göbel vom Dienstag am 8. Mai. Vorerst sind 13 Verhandlungstage geplant. Zuvor hatte die "Rhein-Zeitung" darüber berichtet.


Eingesperrt und geschlagen

Unruhige Kinder sollen die Erzieherinnen im kleinen Ort Antweiler an ihren Stuhl gefesselt oder in zu kleine Hochstühle gequetscht haben. Sie sollen auch Kindern den Mund zugeklebt haben. Kinder, die ihr Essen ausgespuckt hätten, sollen in abgedunkelte Räume gesperrt, geschlagen oder anderweitig gezwungen worden sein, das Essen erneut in den Mund zu nehmen und herunterzuschlucken.

Die Anklage wirft drei Frauen Misshandlungen zwischen Februar 2012 und November 2013 vor. Die vierte Frau habe die Taten trotz ihrer Rechtspflicht dazu nicht verhindert. Die vier Frauen bestritten nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft die Vorwürfe.

Das lange Warten betroffener Eltern auf einen Prozess begründete Göbel mit den komplexen Ermittlungen, den aufwendigen Vernehmungen von Kindern und der Überlastung der zunächst zuständigen Strafkammer mit vordringlicheren Verfahren mit Angeklagten in Untersuchungshaft.


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