Nürnberg
Fliegerbombe

Fliegerbombe in Nürnberger See gefunden - Bombe inzwischen entschärft

Im Wöhrder See in Nürnberg ist am Montag (29. Juli 2019) eine Bombe mit 150 Kilogramm Sprengstoff gefunden worden. Zur Entschärfung sind rund 360 Einsatzkräfte angerückt.
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Update um 19 Uhr: Fliegerbombe in Nürnberg entschärft

Um 18.47 Uhr hat Sprengmeister Michael Weiß die britische Fliegerbombe am Wöhrder See entschärft. Während Evakuierung und Entschärfung waren insgesamt rund 360 Kräfte im Einsatz: 52 der Polizei, 36 des THW, etwa 140 der Rettungsdienste, 110 der Freiwilligen Feuerwehren sowie 20 Stabsmitarbeiter der Berufsfeuerwehr und Fachberater. Das teilte die Stadt Nürnberg am Abend mit.

Nach dem Abtransport der Bombe wurde gegen 19.08 Uhr auch die Evakuierung aufgehoben. Nun beginnen die Einsatzkräfte damit, die Straßensperren sukzessive zu entfernen. Die evakuierten Anwohnerinnen und Anwohner können wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Der Flugbetrieb am Albrecht Dürer Airport Nürnberg wurde wieder aufgenommen. Auch die VAG und die Bahn nehmen den Betrieb wieder auf. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hilfsorganisationen kümmern sich um Rücktransport der Bewohnerinnen und Bewohner des "Seeparks Mögeldorf".

Fliegerbombe aus Zweitem Weltkrieg gefunden

Am 29. Juli 2019 wurde beim Ausbaggern im Wöhrder See in Nürnberg eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Das teilte die Stadt am Montag mit. Seit 18 Uhr ist das Evakuierungsgebiet zu 100 Prozent geräumt, wie die Stadt mitteilt. Sprengmeister Michael Weiß ist dabei, Vorbereitungen für die Entschärfung zu treffen.

Die Entschärfung ist für 18.15 Uhr geplant. Am Nürnberger Flughafen wird voraussichtlich von 18 bis 18.30 Uhr kein Flugzeug landen. Abflüge sind möglich, da diese Richtung Westen starten.

150 Kilo Sprengstoff in der Fliegerbombe

Die aufgefundene Fliegerbombe ist ein Resttorso mit 150 Kilogramm Sprengstoff. Die gefundene Bombe ist ein Teil einer ursprünglich wohl 500 Kilogramm schweren britischen Fliegerbombe mit Aufschlagzünder.Der geborgene Blindgänger liegt auf einer schwimmenden Arbeitsplattform im Wöhrder See östlich der Dr.-Gustav-Heinemann-Brücke. Sprengmeister Michael Weiß ist vor Ort und hat die Entschärfung der Fliegerbombe für Montag festgelegt. In und um Nürnberg werden immer wieder Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Zuletzt sorgte ein Bombenfund nahe einer Gasleitung an der A73 für Aufregung.

Evakuierungszone wird eingerichtet

Zur Entschärfung wurde eine Evakuierungszone von 500 Metern Umkreis vorbereitet. Für die Bevölkerung besteht aktuell keine Gefahr. Die Bombe soll noch am Montag entschärft werden. Das hat auch Auswirkungen auf den Verkehr.

Laut Mitteilung der Stadt sind folgende Strecken betroffen:

    li>Die Dr.-Gustav-Heinemann-Straße ist ab 16 Uhr gesperrt. Bereits ab 15 Uhr entfällt die Haltestelle Dr.-Gustav-Heinemann-Straße für die Buslinien 40, 43 und 65 der VAG. Die Buslinie 40 Laufamholz - Dr.-Gustav-Heinemann-Straße endet bereits in Mögeldorf. Die Buslinie 43 Ben-Gurion-Ring - Dr.-Gustav-Heinemann-Straße wendet in Mögeldorf und fährt zurück auf den Ring. Die Buslinie 65 wird zudem über die Flußstraße umgeleitet. Die Straßenbahnlinie 5 fährt regulär.
  • Die Bahnstrecke in Richtung Lauf rechts der Pegnitz/Hersbruck wird ab 16.30 Uhr gesperrt. Die S-Bahn-Linie nach Lauf links der Pegnitz/Hersbruck sowie der Fernverkehr nach München sind nicht betroffen.
  • Der Flugbetrieb des Albrecht Dürer Airports muss während der Entschärfung eingestellt werden. Alle Informationen zum Flugbetrieb gibt es hier!

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