Forchheim
Musik

Sting begeistert: 12.000 Besucher feiern in Forchheim

Der Weltstar Sting war mit seiner Band in Forchheim zu Gast. Der 67-jährige Musiker bekam immer wieder Szenenapplaus.
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Sting in Forchheim Foto: Barbara Herbst
Sting in Forchheim Foto: Barbara Herbst
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Im Rahmen seiner "My Songs"-Tour stattete der Weltstar Sting am Sonntagabend Forchheim einen Besuch ab und feierte vor 12 000 Konzertbesuchern auf dem Jahn-Gelände ein vielumjubeltes Konzert. Möglich gemacht hatte den Auftritt die Sparkasse Forchheim, die anlässlich ihres 180-jährigen Jubiläums den Ausnahmekünstler nach Forchheim holte.

Sting in Forchheim: Konzert ausverkauft

Die Konzertbesucher - das Konzert war ausverkauft - warteten um kurz vor 20 Uhr gespannt auf das, was sie in den nächsten zwei Stunden erwarten würde, Und sie wurden nicht enttäuscht. An einem lauen Sommerabend erlebten sie einen blendend aufgelegten Sting, der gemeinsam mit seiner Band und Backgroundsänger das Publikum gleich von Anbeginn an fest in seinen Bann zog. Den Opener machte der Police-Klassiker "Message in a bottle" aus dem Jahr 1979, in dem es um eine Person geht, die gestrandet auf einer einsamen Insel eine Flaschenpost auf der Suche nach der großen Liebe absendet. Die mit einer Prise Reggae beeinflusste Rockballade wurde wie viele andere ältere Lieder neu performt.

"Guten Abend, Forchheim!"

Mit einem "Guten Abend, Forchheim" begrüßte der Musiker sein Publikum und animierte gleich im ersten Song zum kräftigen Mitklatschen. Die eingefleischten Sting-Fans erkannten - auch wenn im neuen Gewand - schon gleich bei den ersten angespielten Tönen, um welchen Titel es sich handelte. Auch mit den ersten Akkorden des zweiten Songs "If I ever lose my faith in you" war klar, dass es ein "Powerplay-Abend" mit einem glänzend aufgelegten Weltstar wurde. Sting zog nonstop das rund zweistündige Programm durch. "Guten Abend, meine sehr verehrten Damen und Herren, wie geht es Ihnen, alles klar?" - für diese Frage erhielt er in Form eines Szenenapplauses gleich die entsprechende Antwort. Das zweite Lied zählt zu seinen eindrucksvollsten Texten.

Spitz- und Künstlername

Seinen Spitznamen hat der Musiker dem besonderen Umstand zu verdanken, dass er während seiner Schulzeit im Rahmen seiner damaligen Auftritte einen schwarz-gelben Pullover trug, der ihm dann den Spitznamen des englischen "Wespenstachels" einbrachte. Natürlich durften auch neben den etwas unbekannteren Songs auch die hundertprozentigen Sting-Klassiker, wozu auch der "Englishman in New York" zählte, nicht fehlen. "If you love somebody set them free" schloss sich dann mit "Every little thing she does is magic" ein weiterer Police-Klassiker aus dem Jahr 1981 an. Als nächsten Erfolgshit hatte der Ausnahmekünstler mit "Brand new day" ein Lied mitgebracht, in dem es - wie in so vielen anderen Liedern von Sting auch - um die Liebe zu einer Frau geht und den er gemeinsam mit Stevie Wonder aufgenommen hatte. Für kräftigen Szenen-Applaus sorgten immer wieder die deutschen Sätze, die Sting an sein Konzertpublikum richtete: "Meine Damen und Herren, ich bin froh, heute Abend in Forchheim zu sein", wurde ebenfalls mit einem lautstarken Applaus bedacht. So ganz nebenbei überraschte der Sänger auch mit etwas außergewöhnlichen und überraschenden Weisheiten. "Rauche am Morgen einen Joint und der Tag ist dein Freund", gab er seinem Publikum - den wohl nicht ernst gemeinten Ratschlag. Bestnoten verdiente sich auch die Band, mit der Sting in Forchheim auf der Bühne stand und mit der er durch die Lande tourt. Immer wieder schöne Instrumentalsoli ließen hier so manchen Konzertbesucher bei den ohnehin schon schwülwarmen Außentemperaturen noch zusätzlich dahinschmelzen. Mit klangschönen Mundharmonika-Klängen hinterlegt wurde dann als nächstes die Gemeinschaftsproduktion von Sting und Stevie Wonder "Fields of gold" performt. Hit an Hit gab es in Forchheim, was die Besucher mit langanhaltendem Applaus quittierten. Natürlich durften auch die waschechten - neben einigen unbekannteren - Sting- und Police-Songs und die Klassiker wie "So lonely" oder "Roxanne" nicht fehlen. Ausharren hieß es für das Konzertpublikum für den wohl bekanntesten Police-Klassiker "Every breath you take", den sich der 67-Jährige bis zum Schluss des Open-Airs auf dem Jahn-Gelände aufgehoben hatte. Bevor Sting jedoch seine Zelte in Forchheim - nach zwei Stunden Programm um 22 Uhr - wieder abbrach, gab es noch die vom Publikum eingeforderte Zugabe. Am Ende eines wohl unvergesslichen Konzertabends mit einem glänzend aufgelegten Weltstar bleibt nur die Erkenntnis, dass die eingefleischten Sting-Fans von diesem ganz besonderen, ja fast schon magischen Konzertabend noch sehr lange zehren können.

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