Bamberg
Umgestaltung

Mehr Platz vor dem neuen Bürgerrathaus in Bamberg

Noch ist der Eingang des ehemaligen Kreiswehrersatzamts am ZOB Bamberg hinter Bäumen versteckt. Nun soll der Bereich geöffnet werden, wartende Busfahrgäste mehr Platz bekommen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Platz vor dem Eingang zum neuen Bürgerrathaus in Bamberg soll mehr Raum für Fußgänger bieten.Darstellung: Stadt Bamberg/Stadtplanungsamt
Der Platz vor dem Eingang zum neuen Bürgerrathaus in Bamberg soll mehr Raum für Fußgänger bieten.Darstellung: Stadt Bamberg/Stadtplanungsamt
+2 Bilder

Zu Stoßzeiten, vor allem wenn die Schule aus ist, herrscht an der Promenade am Zentralen Omnibusbahnhof großes Gewusel. Die einen warten auf den Bus, die anderen wollen an den Wartenden vorbei laufen. Es wird oft eng auf dem schmalen Gehsteig an der Promenade vor dem ehemaligen Kreiswehrersatzamt. Das soll sich mit dem Umbau zum neuen Bürgerrathaus, das spätestens Ende Juni fertig sein soll, ändern: Der Bau- und Werksenat der Stadt hat der Umgestaltung des Platzes vor dem Eingang zum neuen Verwaltungsgebäude am Mittwoch zugestimmt.

Baumfällung noch im Februar

Eine neue Treppe und ein barrierefreier Zugang zum geplanten Bürgerrathaus sowie zwei Behindertenstellplätze sind geplant. Das vorhandene Hochbeet mit Bäumen und Büschen vor dem Bürgerrathaus soll verschwinden: "Der Eingang ist eigentlich nicht zu sehen und zu finden", erklärte Baureferent Thomas Beese dem Senat die momentane Situation vor dem Gebäude. Die Baumfällungen müssten so schnell wie möglich geschehen, da diese nur bis zum 28. Februar erlaubt seien.

Der Vorplatz soll später geöffnet und in der Mitte mit zwei ovalen Inseln mit Sitzgelegenheiten versehen werden. Auf den Inseln werden neue großkronige Bäume gepflanzt, die im Sommer Schatten spenden sollen.

Auf der Längsseite des Gebäudes in der Franz-Ludwig-Straße und an der südlichen Promenade sollen barrierefreie Bushaltestellen entstehen. Der Halt für eine Regionalbuslinie in der Promenadestraße entfällt und soll in die Willy-Lessing-Straße verlegt werden. Der Gehsteig wird dazu den Plänen nach auf einer Gesamtlänge von 60 Metern angehoben.

Die Kosten für die Umgestaltungen belaufen sich auf insgesamt knapp 340.000 Euro, ein Teil davon ist förderfähig.

Zustimmung im Stadtrat

Die Stadträte begrüßen den Umbau: Es sei höchste Zeit, die Situation vor dem ehemaligen Kreiswehrersatzamt zu bereinigen, befand Franz-Wilhelm Heller (CSU) mit Blick auf den Busverkehr und die Situation der Fußgänger. Ähnlich sahen das auch Heinz Kuntke (SPD) und Ralf Dischinger (GAL). Sie regten allerdings an, dort zusätzliche Blumenbeete aufzustellen. Auch Herbert Lauer (BA) war für mehr Grün. Daniela Reinfelder (BuB) meinte, dass ein zusätzliches Beet keinen Sinn mache, eventuell könnte man aber Blumen auf die Inseln zu den Bäumen pflanzen. Die Verwaltung will die Anregungen noch mal mit in die Planungen nehmen. Baureferent Thomas Beese verdeutlichte aber auch, dass ein zusätzliches Beet den Platz nur wieder für Fußgänger beengen werde, da sich viele Menschen an den Haltestellen für Busse sammelten.

Ziel der Verwaltung ist es, mit dem neuen Rathaus bürgerfreundlicher zu werden. So sollen Bürger künftig etwa auf unkomplizierte Weise an der Infothek im Atrium des Gebäudes neue Personalausweise beantragen können.

Über das Projekt "Bürgerrathaus":

Pläne Das frühere Kreiswehrersatzamt an der Promenade soll zum Bürgerrathaus werden. Dazu ziehen rund 150 Mitarbeiter des Ordnungsamtes aus dem Rathaus am Maxplatz und des Sozial- und Jugendamts aus dem sanierungsbedürftigen Schloss Geyerswörth um.

Bauzeit Seit April 2017 laufen die Arbeiten nun, sie sollen im Frühjahr bzw. Juni 2019 abgeschlossen sein.

Kosten Die Kosten belaufen sich auf über 8 Millionen Euro, das Projekt wird mit über 2,5 Millionen Euro gefördert. sem



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren