• "Stern von Bethlehem" - Jupiter und Saturn kommen sich nahe wie lange nicht
  • "Weihnachtswunder" heute am Himmel zu sehen
  • "Große Konjunktion" das letzte Mal 1623 sichtbar

Pünktlich zu Weihnachten erwartet uns am Montag (21. Dezember 2020) ein kleines Wunder am Himmelszelt. Am Nachmittag kommen sich die beiden Planeten Jupiter und Saturn so nahe wie schon lange nicht mehr. Ihr helles Licht verschmilzt zu nahezu einem. Einst könnte diese Konstellation, die bei diesen beiden Planeten "Große Konjunktion" genannt wird, der "Stern von Betlehem" gewesen sein. 

"Große Konjunktion": Jupiter und Saturn werden "Eins"

So nahe wie sie am Montagnachmittag beieinander stehen werden, waren sie zuletzt vor circa 400 Jahren. Wer ein Nebelloch erwischt, wird Jupiter und Saturn in Richtung Südwesten kaum übersehen. 

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Der Grund: Jupiter und Saturn kreisen eigentlich in unterschiedlichen Zeiten um die Sonne. Jupiter braucht ungefähr zwölf Jahre und Saturn knapp 30 Jahre. Nur alle 20 Jahre kommt es zu einer "Überschneidung" und die beiden Planeten kommen sich deutlich näher als sonst. Dieses Spektakel ist unter Astrologen als "Große Konjunktion" bekannt. 

Die "Große Konjunktion" hat es zuletzt am 31. Mai 2000 gegeben, allerdings konnte man die beiden Planeten nicht leuchten sehen, da sie zu nah an der Sonne standen. Ähnlich nah wie 2020 kamen sich die beiden Planeten bereits 1623. 

War die "Große Konjunktion" einst der "Stern von Betlehem"?

Die Planetenkonstellation von Jupiter und Saturn könnte als biblischer "Stern von Betlehem" infrage kommen, wie der BR berichtet. Im zweiten Kapitel des Matthäus-Evangeliums wird dieser genannt - ein Stern, der über dem Ort stehen blieb, an dem das Jesuskind zur Welt kam. 

Aufgrund verschiedener Kalenderzählweisen gelte das Jahr sieben nach Christus als tatsächliches Geburtsjahr Jesus. In diesem Jahr hat es dreimal eine "Große Konjunktion" gegeben. 

Der Astronom und Naturwissenschaftler Johannes Kepler geht sogar davon aus, dass es zusätzlich zu einer sogenannten Supernova kam. Eine Supernova ist die Explosion eines Sterns. 

Eine weitere Variante des "Sterns von Betlehem" ist ein Komet. Diese Vermutung geht, so der BR, auf den Maler Giotto zurück, der den "Stern von Betlehem" erstmals mit einem Schweif über dem Stall der Geburt Jesu malte - und den Kometen auch gesehen haben will. Diese Variante halten Wissenschaftler allerdings für eher unwahrscheinlich. 

"Stern von Bethlehem": Kein wissenschaftlicher Nachweis möglich

Ein wissenschaftlicher Nachweis darüber, wie der "Stern von Betlehem" wirklich aussah und ob es ihn so tatsächlich gab, ist aufgrund unterschiedlicher Kalenderzählweisen allerdings nicht möglich. 

Dennoch ist das Spektakel der "Großen Konjunktion" am Montag (21. Dezember 2020) doch ein passendes Weihnachtswunder. 

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