Katzentrockenfutter: So füttern Sie Ihre Katze für wenige Cent pro Tag

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Mit knapp 10 Millionen sind Katzen das am weitesten verbreitete Haustier in Deutschland.
Mit knapp 10 Millionen sind Katzen das am weitesten verbreitete Haustier in Deutschland.
CC0 / Pixabay / Ray_Shrewsberry
Katze als Liebling
So füttern Sie Ihre Katze für wenige Cent am Tag
Weiß eine KI, was diese Katzenaugen sagen?
Christoph Soeder/dpa/dpa-tmn

Die Katze ist das beliebteste Haustier der Deutschen. Katzen benötigen die richtige Ernährung. Und das ein ganzes Katzenleben – bis zu 20 Jahre – lang. Mit Trockenfutter können Sie Ihren Stubentiger unbesorgt füttern, sagt zumindest Öko-Test.

Ist Trockenfutter für Katzen zu empfehlen?

Das Trockenfutter für den Stubentiger ist meistens gut und kann obendrein auch noch preiswert sein. Zu diesen übereinstimmenden Ergebnissen kommen jedenfalls die Stiftung Warentest und Öko-Test. Die Laboruntersuchungen der Stiftung stammen schon aus dem Jahr 2023 und sind im Mai-Heft des Jahres veröffentlicht. Damals bot der Testsieger schon für 7 Cent am Tag eine sehr gute Nährstoffkombination mit perfekt abgestimmten Fütterungsempfehlungen.

Insgesamt waren 22 Trockenfutter im Test. Der Sieger war damals Attica Knuspermenü von Discounter Netto. Die Tagesration für eine leicht übergewichtige Katze mit vier Kilo Körpergewicht beträgt 64 Gramm Trockenfutter und das kostete aus dem Zwei-Kilo-Vorratspack für die tägliche Ration gerade mal sieben Cent.

Nicht viel anders sieht es drei Jahre später bei Öko-Test aus. Der preiswerte Testsieger kommt zwar vom Supermarkt Rewe und heißt "Ja! Knusper-Mix mit Huhn". Die Futterkosten für eine wenig aktive Katze betragen pro Tag nur sechs Cent und für eine aktivere Katze pro Tag acht Cent. Der Rewe-Knusper-Mix schaffte die Note "sehr gut" zusammen mit "Josi Cat Crunchy" von Josera Petfood. Das Trockenfutter war aber mit 23 Cent pro Tag gleich knapp viermal so teuer. Attica Knuspermenü vom Discounter Netto belegt bei Öko-Test den guten dritten Platz mit dem Testergebnis "gut".

Deckt das Katzentrockenfutter den täglichen Nährstoffbedarf?

Im Öko-Test traten 23 Katzentrockenfutter an. Die zentrale Testfrage des ökologisch orientierten Magazins lautete: Decken Trockenfutter aus dem Handel den Nährstoffbedarf meiner Katze, und ist darauf Verlass, dass das Futter nicht mit Schwermetallen verunreinigt ist?  Die spezialisierten Labore sollten den Gehalt an Mineralstoffen, Proteinen und Co. überprüfen. Zusätzlich kam noch ein veterinärmedizinischer Experte zu Wort. Er sollte beurteilen, ob die Katzentrockenfutter ernährungsphysiologisch wirklich zu empfehlen sind.

"Was die Testergebnisse Ernährungsphysiologie und Schwermetalle angeht, haben wir an den meisten Produkten nichts auszusetzen", heißt es im Testreport, den Sie übrigens in der kompletten Fassung mit allen Testergebnissen kaufen können (Preis: 3,79 Euro). Was den Protein- und Aminosäurebedarf von Katzen angeht, können die rund 16 Millionen Katzfreunde in Deutschland ebenfalls aufatmen. Auch die Fettsäureversorgung ist nach Ansicht von Öko-Test in Ordnung – so seien beispielsweise die für Katzen wichtigen Omega-6-Fettsäuren Linolsäure und Arachidonsäure in ausreichender Menge vorhanden.

Was die Vitamingehalte angeht, gab es zwar Unklarheiten in der Analytik. Aber die Vitamine B1 und E waren ausreichend dosiert. Auch bei den Mineralstoffen und Spurenelementen können die meisten Produkte überzeugen. Mängel sieht die Öko-Test-Molekularbiologin Lisa Hitschler, allerdings bei der Kennzeichnung: "Ernährungsphysiologisch sind die meisten der getesteten Futter zu empfehlen, bei der Deklaration sollten einige Hersteller allerdings nachbessern."

Wie füttern Sie die Katze richtig?

Der Deutsche Tierschutzbund gibt Tipps, wie Sie Ihre Katze richtig füttern. Erster wichtiger Tipp: Leckerlis sollten Sie äußerst sparsam verwenden. "Diese haben oft viele Kalorien und können zu Übergewicht führen", sagt der Tierschutzbund. Deshalb: Wiegen Sie Ihre Katze regelmäßig.

Viele kleine Mahlzeiten: Katzen fangen, wenn sie denn können, 15 Mäuse pro Tag. Der Magen von Hauskatzen ist auf viele kleine Mahlzeiten pro Tag ausgelegt. Das geht vor allem mit Trockenfutter. Gut ist es, den natürlichen Spieltrieb der Katze mit der Fütterung zu verbinden. Dazu gibt es Food-Puzzles, Futterbälle, Clickertraining oder Fummelbretter. Sie können auch das Futter verstecken oder werfen.

Katzen mögen nicht unbedingt Wasser: Bei Trockenfutter ist es wichtig, auf die zusätzliche Wasseraufnahme zu achten. Ein Trinkbrunnen kann in diesem Fall helfen, ist aber aufwendig in der Reinigung. Um die richtige Menge des Trockenfutters zu bemessen, bietet der Tierschutzbund einen Futterrechner an.