Brandbeschleuniger, ein unbekanntes Ziel und ein möglicher Auftrag aus dem Ausland: Zwei Belarussen sitzen in Bayern in Untersuchungshaft. Was die Ermittler über den mutmaßlichen Sabotageplan wissen.
Weil sie einen Sabotageanschlag mit Brandbeschleunigern im Raum Nürnberg geplant haben sollen, ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft München gegen zwei Männer. Ziel sei ein noch nicht näher bekanntes Gebäude oder eine Einrichtung der kritischen Infrastruktur gewesen, teilte die Behörde mit. Dieses sollte demnach angezündet werden und der Brand einen nicht unerheblichen Sachschaden verursachen, "um die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden" - im Auftrag einer fremden Regierung oder Vereinigung und gegen Bezahlung. Zuvor hatte der Spiegel berichtet.
Ermittelt werde wegen Verabredung zu einem Verbrechen der Brandstiftung und Agententätigkeit zu Sabotagezwecken. Die bei der Generalstaatsanwaltschaft angesiedelte Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) habe das Ermittlungsverfahren von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth übernommen.
Sabotageplan in Nürnberg? Ermittlungen auf in Rumänien
Den Angaben zufolge handelt es sich bei den Verdächtigen um zwei belarussische Staatsbürger im Alter von 50 und 39 Jahren. Die Beschuldigten befänden sich seit dem 7. Oktober 2026 in Untersuchungshaft. Zudem gebe es ein Ermittlungsverfahren gegen die Männer in Rumänien. Die Behörden dort hätten in Deutschland darum ersucht, die Beschuldigten auszuliefern. Sie blieben aber zunächst in Deutschland inhaftiert, hieß es. Zum Gegenstand des rumänischen Verfahrens konnte die Generalstaatsanwaltschaft keine weiteren Auskünfte erteilen.
Nach Informationen des Spiegel ermitteln die rumänischen Sicherheitsbehörden gegen die Belarussen, da diese in der Nacht zum 14. September an einem Brandanschlag auf einen Industriepark in der rumänischen Stadt Brasov beteiligt gewesen sein sollen. Dort habe auch ein Rüstungsunternehmen Produktionsstätten. Weiter schreibt das Magazin, dass die Verdächtigen nach Erkenntnissen des rumänischen Geheimdienstes SRI einem von Russland gesteuerten Spionage- und Sabotagenetzwerk angehören sollen. Für die Männer gilt die Unschuldsvermutung.
Erst Mitte Oktober wurden zwei mutmaßliche Saboteure in Deutschland festgenommen, die einen Brandanschlag auf eine Starlink-Station in Polen verübt haben sollen.
Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.