Seit Kurzem liegen die Preise für eine 250-Gramm-Packung Butter bei einem Rekordpreis von über drei Euro. Seit Beginn des Ukraine-Krieges sind besonders die Preise für Milchprodukte sehr stark in die Höhe geschnellt. Da Landwirte höhere Kosten für Futtermittel, Dünger und Kraftstoff aufwenden müssen, erhöhen sich bei uns die Preise für Butter, Käse und Co.

Doch auch bei anderen Lebensmitteln sind die Preise regelrecht explodiert. Brot, Öl oder Nudeln sind in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich teurer geworden. Grund dafür sind meist gestiegene Produktions- und Lieferkosten der Produkte für die Supermärkte.

Sparen trotz Preisanstieg - geht das?

Mittlerweile gibt es neben den herkömmlichen Angebotsprospekten auch noch zahlreiche Coupons in Apps oder Sonderangebote in Filialen, die die Kund*innen beachten sollten, wenn sie das ein oder andere Schnäppchen machen wollen. 

Doch auch ohne Angebote und Rabattcoupons kann man im Supermarkt viel Geld sparen. Besonders preisgünstig wird der Einkauf dann, wenn man auf die Produkte der Eigenmarken von Supermärkten zurückgreift. Hinter den preiswerten Alternativen stecken nämlich größtenteils bekannte Produzenten.

Produkte der No-Name-Marken werden vorwiegend bewusst in niedrigere oder höhere Regale gestellt, damit das Auge der Kunden zuerst auf die teureren Markenprodukte fällt. Doch oft lohnt es sich, das Auge ein wenig schweifen zu lassen. Denn im Geschmack unterscheiden sich Marken und Eigenmarken oft nicht groß.

Wer versteckt sich hinter den Eigenmarken?

Oft sind die bekannten Hersteller auch Produzenten der Eigenmarken von Supermärkten. Kauft man beispielsweise das "Ja"-Joghurt Pfirsich-Maracuja für 0,29 Euro bei Rewe, so wird es von dem gleichen Hersteller der "Bauer"-Produkte hergestellt. Das Joghurt der teureren Marke kann man für einen Aufpreis von 50 Cent für 0,79 Euro ebenso im gleichen Supermarkt finden. Der Molkerei-Großkonzern stellt ebenfalls Joghurt für die No-Name-Marken von Netto--Marken-Discount ("Gutes Land"), Edeka, ("Gut und Günstig") und Kaufland ("K-Classic") her.

Produkte der Marke "Hochland" werden teuer in den Supermärkten, Kaufland, Rewe und Aldi verkauft. Doch auch hier können Verbraucher*innen sparen, indem sie zu den günstigeren No-Name-Produkten zurückgreifen. Einige Käse-Aufschnitte der Marken werden nämlich im gleichen Werk zubereitet und beinhalten somit die gleichen Zutaten.

Die beliebte Marke Müller stellt viele Joghurts und auch Milchreis her. Aber Augen auf bei der Produktwahl, denn der Milchreis von der Aldi Eigenmarke "Desira" und auch das "Milfina"-Joghurt kommen aus dem gleichen Betrieb wie das bekannte Gegenstück. Mit nur 29 Cent pro Becher ist der Milchreis der No-Name-Marke allerdings um 60 Cent günstiger.

Schnäppchen-Jäger aufgepasst: No-Name-Marken unterscheiden sich von Originalen oft nur im Preis

M&Ms sind nicht nur bei Kindern, sondern auch bei vielen Erwachsenen ein Klassiker. Auch hier kann man einiges an Geld sparen, indem zur günstigeren Marke "Cháteu" von Aldi greift. Im Geschmack macht das keinen Unterschied, denn beide Produkte werden im gleichen Werk des Unternehmens hergestellt. Deutlich zu spüren ist der Preis allerdings im Geldbeutel, denn mit einem Unterschied von 80 Cent pro Packung lohnt sich ein Blick in die tieferen Regale.

Doppelt sparen können Kund*innen bei Aldi Süd, denn dort kosten die Doppelkekse der Marke "Biscotto" 99 Cent. Die Original "Prinzenrolle" wird dort für 1,49 Euro verkauft. Die Kekse beider Marken werden jedoch vom Hersteller Debeukelaer hergestellt. Zusätzlich zu dem günstigeren Preis bekommen Käufer*innen der No-Name-Marke hier allerdings auch noch mehr Kekse pro Packung.

Genauso werden Konserven von "Bonduelle" und Aldi-Marke "King's Crown", Joghurt-Produkte von "Zott"und der Eigenmarke von Aldi "Milsani" und Fertig-Salate der Firma "Homann" und der Lidl-Marke "Vitakrone" in den gleichen Betrieben hergestellt.

Welche Marke steckt hinter dem No-Name-Produkt?

Herauszufinden, welche Markenhersteller hinter den Eigenmarken der Supermarktketten stecken, ist gar nicht so schwer. Vergleicht man die Adressen der Werke, in denen die Produkte produziert werden, stellt man oft fest, dass diese am gleichen Ort liegen.

Sucht man beispielsweise die Adresse auf dem Sonnenmais von der Aldi Eigenmarke, findet man bei einer schnellen Google-Suche heraus, dass bei dem gleichen Hersteller auch die Konserven der bekannten Marke "Bonduelle" produziert werden.

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