Auch bei oder nach der Volljährigkeit kann es noch einmal richtig teuer werden. Ein Führerschein kostet laut Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder im Schnitt etwa 3.400 Euro. Ein Studium könne Raisin zufolge inklusive Miete und Lebenshaltungskosten mit rund 50.000 Euro zu Buche schlagen. Die Kosten setzen sich unter anderem aus Semesterbeitrag, Transportkosten, Wohnen, Essen und Büchern zusammen. Insgesamt entstünden so für viele Familien leicht Kosten in einer Größenordnung von rund einer Viertelmillion Euro.
Ab einem bestimmten Alter ist es dem Kind möglich, einen eigenen Nebenverdienst anzutreten. So könnte es sein, dass das Kind einen Job neben dem Studium hat und somit einige Kosten selbst übernehmen kann. Findet Ihr Kind einen Studien- oder Ausbildungsplatz in der Nähe, könnte es mietfrei weiter bei Ihnen wohnen.
Kosten für das Kind: So kann man sie stemmen
Die hohen Kosten für das Kind müssen Eltern aber keinesfalls alleine stemmen: In Form von Kindergeld, Elterngeld, Mutterschaftsgeld sowie Wohngeld für Familien und den Kinderzuschlag fördert der Staat das Familienglück. Welche staatlichen Entlastungen und Zuschüsse du in Anspruch nehmen kannst, ist vom Einkommen abhängig. Für bayerische Familien jedoch ein Dämpfer: Das Familiengeld wurde abgeschafft, das als Ersatz geplante Kinderstartgeld wurde ebenfalls gekippt.
Das Kindergeld wird für Ihr Kind in der Regel bis zu einem Alter von 21 Jahren ausgezahlt, wenn es arbeitslos ist. Befindet sich das Kind in einer Ausbildung, einem Studium oder einer Schule, können Sie bis zum 25. Lebensjahr des Kindes Kindergeld bekommen. Selbiges gilt, wenn das Kind keinen Ausbildungsplatz findet oder einen anerkannten Freiwilligendienst leistet. Seit diesem Jahr beträgt das Kindergeld unabhängig vom Einkommen der Eltern aktuell 259 Euro pro Monat und Kind. Ab 2027 sollen zahlreiche Eltern in Deutschland es sogar ohne Antrag beziehen können. Erlauben die finanziellen Mittel es nicht, die Kosten für dein Kind während des Studiums abzudecken, könnten Sie prüfen, ob eine Ausbildungsförderung (BAföG) eine Möglichkeit wäre.
Achten Sie zudem darauf, nicht immer alles neu zu kaufen, können sich die Kosten deutlich reduzieren. Möglicherweise haben Sie Verwandte oder Bekannte, die noch Bücher, Kleidung oder Ähnliches von ihren Kindern übrig haben und es gerne weitergeben würden? Darüber hinaus bieten Secondhand-Läden und diverse Online-Plattformen den günstigeren Kauf von gebrauchten, aber gut erhaltenen Waren an. Planen Sie, mehrere Kinder zu bekommen, sollten Sie die Anschaffungen für das erste Kind unbedingt für die nächsten zurücklegen. So vermeiden Sie, dieselben Dinge nochmal kaufen zu müssen.
Fazit
Bevor sich ein Paar für ein Kind entscheidet, ist es notwendig, auch über die damit verbundenen Kosten zu sprechen. Wie hoch diese in der Realität sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört beispielsweise, ob Sie alles neu kaufen oder günstigere, gebrauchte Dinge. Bei den Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte, was bedeutet, dass das Kind selbstverständlich auch mehr oder weniger kosten könnte.
Eine finanzielle Unterstützung bietet der Staat. In Einzelfällen kann es sogar sein, dass die staatlichen Zuschüsse die Kosten für den Nachwuchs vollständig abdecken. Zuletzt sind es nämlich nicht die gekauften Dinge, die deinem Kind eine schöne Kindheit bescheren, sondern die unvergesslichen gemeinsamen Momente.
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