19-Jähriger wegen Mordes und Totschlags nach Familienurlaub auf den Kap Verden angeklagt
Ein Justizbediensteter entfernt im Landgericht Trier die Handfesseln eines Angeklagten, der seine Familie im Dezember 2025 im Urlaub auf den Kapverden getötet haben soll ...
Harald Tittel/dpa
19-Jähriger wegen Mordes und Totschlags nach Familienurlaub auf den Kap Verden angeklagt
Der Angeklagte, der seine Familie im Dezember 2025 im Urlaub auf den Kapverden getötet haben soll, hält sich zum Prozessauftakt am Landgericht Trier einen Ordner vor das Gesicht ...
Im Weihnachtsurlaub auf den Kapverden soll ein 19-Jähriger seinen Vater, dessen Freundin und deren Tochter getötet haben. Was ein Ermittler vor Ort sagt.
Update vom 04.11.2026: Ermittler berichtet von Leichenfund auf den Kap Verden
Ein Ermittler hat im Prozess um ein dreifaches Tötungsdelikt auf den Kapverden kurz vor Weihnachten 2025 über den Fund der Leichen in einer Ferienwohnung ausgesagt. "Da war überall Blut", sagte der Chefinspekteur der Kriminalpolizei in Mindelo auf der Insel São Vicente während einer Videoschaltung im Gerichtssaal des Landgerichts Trier.
In der Wohnung hätten er und seine Kollegen eine männliche und zwei weibliche Leichen gefunden, die zahlreiche Stichverletzungen an allen Körperbereichen aufwiesen. "In meiner 20-jährigen Laufbahn habe ich noch nie eine so grausame Situation erlebt", erklärte er laut Übersetzer.
Ein 19-Jähriger, der derzeit wegen Mordes und Totschlags vor dem Landgericht Trier steht, soll für die Taten verantwortlich sein. Laut Anklage soll der junge Mann aus der Eifel im gemeinsamen Weihnachtsurlaub auf den Kapverden seinen Vater, dessen Freundin und deren Tochter erstochen haben.
Tatwaffe womöglich ins Meer geworfen
Der Vater (58) lebte laut Staatsanwaltschaft Trier im Raum Aachen, die beiden Frauen im Alter von 20 und 45 Jahren hatten ihren Wohnsitz in Berlin. Der angeklagte Deutsche stammt aus einer früheren Ehe seines Vaters.
Der Chefinspekteur berichtete, die Tatwaffe sei bislang nicht gefunden worden. Ein Zeuge - ein Fischer - habe beobachtet, wie am Strand jemand etwas ins Meer geworfen habe. Bei einem Tauchgang sei nicht das vermutete Messer, aber das Handy des getöteten Vaters auf dem Meeresgrund geborgen worden.
Der Fischer sagte nach Aussage eines weiteren Inspektors, der Mann habe blutverschmierte Kleidung getragen und einen verwirrten Eindruck gemacht. Anschließend sei der Mann am Fischmarkt in ein Taxi gestiegen und davongefahren.
Wohnung bis 29. Dezember gebucht
Zum mutmaßlichen Motiv für die Tat konnte der Ermittler nicht viel sagen. "Es gab gewisse Unstimmigkeiten in der Familie", sagte er lediglich. Der Angeklagte lebte zuletzt im Kreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz - und damit im Zuständigkeitsbereich der Trierer Staatsanwaltschaft.
Knapp eine Woche vor der Tat waren die vier zum gemeinsamen Urlaub auf die Kapverdischen Inseln vor der Westküste Afrikas gereist. Sie wollten ursprünglich bis zum 29. Dezember bleiben.
Die Tat soll am 23. Dezember 2025 in einer Ferienwohnung in Mindelo passiert sein. Laut Anklage hat der 19-Jährige zunächst die Tochter attackiert, die zum Schlafen im Bett gelegen und keine Möglichkeit gehabt habe, sich zu wehren. Daher ist hier Mord angeklagt.
Tatverdächtiger in Lissabon festgenommen
Danach soll der 19-Jährige auf den Vater und seine Partnerin losgegangen sein. Im Kampf habe er den Opfern "eine Vielzahl von Stich- und Schnittwunden" zugefügt. Hier ist Totschlag angeklagt. Alle drei starben an den Folgen von Halsverletzungen.
Nach Ansicht des Chefinspekteurs wurden die Opfer von der Tat "völlig überrascht". Die Leichen seien weitgehend nackt gewesen und hätten auf dem Rücken gelegen. "Der Täter hat es genau geplant, den Tatort mit so vielen Blutflecken zu verlassen", sagte er.
Nach der mutmaßlichen Tat flüchtete der 19-Jährige. Er flog in die portugiesische Hauptstadt Lissabon, wo er am ersten Weihnachtstag aufgrund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Trier festgenommen wurde. Mitte Januar erfolgte seine Auslieferung nach Deutschland.
Taxifahrer fuhr Tatverdächtigen zur Apotheke
Ein weiterer Ermittler in Mindelo erzählte, der Taxifahrer habe den Tatverdächtigen auf dem Weg zum Flughafen zu einer Apotheke gefahren, wo sich dieser mit Pflastern und Mullbinden eindeckte. Später habe er seine blutverschmierte Kleidung gewechselt und sich gewaschen.
Die Kleidung habe er am Flughafen in einem Gebüsch entsorgt. Von dem Fahrgast habe er sich nicht bedroht gefühlt, sagte der Taxifahrer. Er habe einen ruhigen Eindruck gemacht.
Der Prozess findet vor der Jugendkammer des Landgerichts Trier statt, da der Angeklagte mit 19 Jahren zur Tatzeit Heranwachsender war. Der Prozess wird am 11. November fortgesetzt und ist vorläufig bis zum 2. Dezember geplant.
Ursprungsmeldung vom 02.01.2026: Drei Familienmitglieder von 19-Jährigem erstochen?
Im Fall eines 19-jährigen Deutschen, der seine Familie während eines Urlaubs auf Kap Verde getötet haben soll, wird weiter ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Trier leitet nach eigenen Angaben gegen den jungen Mann ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Totschlags in drei Fällen. Der 19-Jährige wohnte demnach zuletzt in der Eifel und damit im Zuständigkeitsbereich der Trierer Staatsanwaltschaft.
Der junge Mann war in Lissabon unter Mordverdacht verhaftet worden. Er steht nach Angaben der portugiesischen Polizei im Verdacht, am Dienstag (23. Dezember 2025) vergangener Woche seinen Vater, dessen Ehefrau und die Stieftochter während eines Urlaubs auf der Insel São Vicente mit einer Stichwaffe getötet zu haben.
Die staatliche portugiesische Nachrichtenagentur Lusa berichtete unter Berufung auf die Polizei in Kap Verde, er leide unter einer psychischen Erkrankung. Die Inselgruppe befindet sich vor der Westküste Afrikas und war früher eine portugiesische Kolonie.
Staatsanwaltschaft Trier hat Auslieferung beantragt
Laut der Staatsanwaltschaft Trier stammt der 19-Jährige aus einer früheren Ehe seines Vaters. Die getötete Familie stammt demnach nicht aus Rheinland-Pfalz, der mutmaßliche Täter habe jedoch zuletzt in der Eifel gelebt. Die Staatsanwaltschaft habe seine Auslieferung beantragt.
Die Ermittlungen am Tatort werden den Angaben zufolge von den kapverdischen Behörden geleitet. Zur Aufklärung des Sachverhalts habe die Staatsanwaltschaft Trier ein Rechtshilfeersuchen an sie gerichtet. Weitere Auskünfte könnten zurzeit nicht erteilt werden, da dies die weiteren Ermittlungen gefährden würde, hieß es.
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Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.