Alles über die neuen Minijob-Verdienstgrenzen 2026: Wann es für dich nicht mehr lohnt

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Du hast einen Minijob? Dann darfst du monatlich bis zur einer bestimmten Grenze verdienen. Wann und wie oft du die Verdienstgrenze überschreiten darfst, erklären wir dir hier.

  • Monats- und Jahresgrenzen im Minijob: Das sind die Grenzen für 2026 
  • Schwankungen im Verdienst: Das gilt, wenn es mal mehr Arbeit wird
  • Folgen einer Überschreitung: Dann verlierst du deinen Minijob-Status

Minijobs sind in Deutschland sehr beliebt. Viele Menschen nutzen diese recht unkomplizierte Art, sich den Lebensunterhalt aufzubessern. Für manche ist der Minijob auch die einzige Einkommensquelle. Die geringfügige Beschäftigung bietet sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern Vorteile – vor allem die einfache Abrechnung und Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung. Allerdings gibt es klare gesetzliche Verdienstgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen, wenn der Minijob-Status erhalten bleiben soll.

Monats- und Jahresgrenzen im Minijob

Wenn du einen Minijob hast, gilt für deinen Verdienst eine Jahresgrenze. Bis zu diesem Betrag darfst du in Form eines Minijobs arbeiten, ansonsten werden die vollen Sozialabgaben fällig. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt diese Grenze 7236 Euro pro Jahr. Solange dieser Grenzwert im Jahresdurchschnitt eingehalten wird, bleibt das Arbeitsverhältnis ein Minijob und du behältst die typischen sozialversicherungsfreien Vorteile.

Für deine Berechnung, wie viel du im Monat verdienen darfst, um nicht über diese Jahresgrenze zu kommen, teilst du die 7236 Euro durch 12 Monate. Daher darfst du seit Anfang 2026 monatlich 603 Euro sozialversicherungsfrei hinzuverdienen

Die Monatsgrenze ist aber nicht starr – sie darf auch überschritten werden. Allerdings nicht unbegrenzt. In maximal zwei Monaten kann der Verdienst vorübergehend über 603 Euro liegen, ohne dass der Minijob-Status gefährdet wird. Solltest du also schon wissen, dass Mehrarbeit auf dich zukommt, zum Beispiel im Sommer- oder Weihnachtsgeschäft, dann solltest du diese Monate entsprechend einplanen.

Schwankungen im Verdienst

Halten wir also fest: Grundsätzlich kannst du als Minijobber in einzelnen Monaten mehr als 603 Euro verdienen, solange der Jahresverdienst im Mittel unter der Jahresgrenze bleibt. Zum Beispiel kannst du in einem Monat 700 Euro verdienen und in einem anderen Monat entsprechend weniger, etwa 500 Euro. Diese Schwankungen führen nicht zum Verlust des Minijob-Status.

Es gibt eine Ausnahme, die ein Überschreiten der monatlichen Grenze zulässt, ohne dass der Minijob-Status verloren geht. Und zwar dann, wenn die Überschreitung nicht planbar oder vorhersehbar war, wenn du beispielsweise einen erkrankten Kollegen unvorhergesehen vertreten musst. 

Außerdem darf eine Überschreitung der monatlichen Grenze höchstens zweimal im Kalenderjahr auftreten. Und der Verdienst in diesen Monaten darf nicht mehr als das Doppelte der monatlichen Grenze betragen. Das bedeutet: Du darfst aktuell maximal 1206 Euro pro Monat verdienen. 

Folgen einer Überschreitung

Wenn du ein- bis zweimal über deine Verdienstgrenze kommst, ist dein Minijob noch nicht gefährdet. Solange du die Ausnahmeregeln einhältst – maximal zweimalige unvorhersehbare Überschreitung, Jahresverdienstgrenze nicht überschritten, Einzelverdienst unter 1206 Euro –, bleibt dein Minijob bestehen und frei von Sozialversicherungsbeiträgen.

Allerdings: Wenn die Monatsgrenze regelmäßig oder mehrfach planbar überschritten wird, verliert dein Arbeitsverhältnis den Minijob-Status und wird sozialversicherungspflichtig.

Für deinen Arbeitgeber bedeutet das: Es müssen Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung abgeführt werden, die Personalkosten steigen. Für dich als Arbeitnehmer bedeutet es: Du kannst nicht mehr pauschal versteuert werden und musst eine Einkommenssteuererklärung machen. Außerdem zahlst du Sozialversicherungsbeiträge in die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. 

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