Cupra Raval Finalist bei „Car of the Year“ - wo bleibt Basisversion ab 25.950 Euro?

Der Elektro-Kleinwagen Raval ist für Cupra ein Erfolg - nun ist er auch Finalist bei „Car of the Year 2027“. Was aus der angekündigten Basisversion geworden ist.

Der Elektro-Kleinwagen Cupra Raval gehört zu den sieben Finalisten für die Wahl zum „Car of the Year 2027“. Laut Hersteller ist er zugleich das erfolgreichste Modell-Debüt der Marke. Eine ursprünglich für September 2026 angekündigte Basisversion ist aber noch immer nicht bestellbar. Die Mediengruppe Bayern fragte bei Cupra Deutschland in Weiterstadt bei Darmstadt nach.

Lange hat der VW-Konzern in Sachen Elektro-Kleinwagen auf sich warten lassen. Am 3.Juni startete im Seat&Cupra-Werk im spanischen Martorell schließlich die Produktion des Cupra Raval sowie des auf der gleichen Plattform basierenden Volkswagen ID.Polo. 

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Starker Bestellstart und Finalist beim Wettbewerb "Car of the Year"

"Seit der Weltpremiere und somit der Öffnung unseres Bestellsystems im April konnten wir weltweit mehr als 50.000 Kundenbestellungen verzeichnen", teilte Cupra Deutschland Sprecherin Melanie Stöckl am 2. November mit. Das Media Center der Porsche Holding Salzburg meldete am selben Tag einen weiteren Erfolg: Der Cupra Raval gehört zu den sieben Finalisten für die Auszeichnung „Car of the Year 2027“. Eine Jury aus 64 Automobiljournalisten aus 25 Ländern habe insgesamt 38 Fahrzeuge bewertet und daraus die sieben Finalisten ausgewählt. 

Das "Car of the Year" ist der europäische Automobilpreis für das Jahresauto. Er wird seit 1964 von einer Jury aus europäischen Motorjournalisten vergeben. Der Wettbewerb ist unabhängig von den Herstellern und gilt als eine der bekanntesten Auszeichnungen der Branche.

Der Raval ist das vierte Cupra-Modell im Finale nach Formentor (2021), Born (2022) und Terramar (2025). Den Titel vergibt die Jury bei der Preisverleihung im Rahmen der Brüsseler Automobilausstellung.

Günstige Einstiegsvariante plötzlich von Website verschwunden

Auf der Cupra-Internetseite wurde der Raval ursprünglich in drei Versionen angekündigt: "Zunächst haben wir den Cupra Raval VZ mit 166 kW sowie den Cupra Raval Endurance mit 155 kW eingeführt. Beide Varianten verfügen über eine 52-kWh-Batterie", teilt Kommunikations-Leiterin Melanie Stöckl auf Anfrage mit. Offizielle Listenpreise: Ab 34.790 Euro (Endurance) beziehungsweise 39.990 Euro (VZ).

Daneben war auf der Website von Anfang an ein teilweise verhülltes drittes Modell mit der Überschrift "Coming soon" ("kommt bald") zu sehen: Eine Basisversion ab 25.950 Euro. Bestellbar solle diese "ab September sein", hieß es dort sowie in Berichten aus der Auto-Branche. 

Stand 2. November 2026 ist die günstige Einstiegsvariante inzwischen von der Website genommen worden und im Konfigurator nicht mehr zu sehen. 

Stattdessen kamen eine "Plus"-Variante sowie von Abt veredelte teurere Versionen

"Seit Kurzem haben wir zudem den Cupra Raval Plus mit einer 37-kWh-Batterie und einer Motorleistung von 99 kW vorgestellt", so Stöckl weiter. Dieser steht für "ab 29.850 Euro" im Konfigurator.

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Zusätzlich kamen von den anderen beiden Modellen noch einmal jeweils Versionen, die vom Allgäuer Tuning-Spezialisten "Abt Sportsline" laut Cupra-Angaben "veredelt" wurden. Der Preis dafür: Jeweils knapp 2000 Euro mehr - was beim "VZ Custom by Abt" für einen Preis "ab 41.690 Euro" sorgt.

 

Wurde die Cupra Raval Basisversion gestrichen?

Die Mediengruppe Bayern wollte wissen, was aus der Basisversion geworden ist. Wurde sie komplett gestrichen und durch den "Plus" ersetzt?  Oder hat man den Termin nur erneut verschoben - und was sind die Gründe? 

Die Antwort aus der Deutschlandzentrale von Cupra & Seat fällt sehr knapp aus: "Die Markteinführung der Einstiegsvariante des Cupra Raval werden wir zu gegebener Zeit kommunizieren", so Sprecherin Melanie Stöckl. Was aus der Basis-Variante geworden ist, bleibt somit schleierhaft.

Der Cupra Raval und seine Konzernbrüder VW ID.Polo, VW ID.Cross und  Skoda Epiq  

Der Cupra Raval und der VW ID.Polo sind nicht nur aus dem selben Werk, sondern nutzen den Baukasten MEB+ mit Frontantrieb. Ebenfalls in Spanien wird seit Juni der dritte Elektro-Kleinwagen des Konzerns produziert: Der Skoda Epiq. Im selben Werk mit dem  ID.Cross seit September der vierte.

Die Fahrzeuge teilen sich also die Technik, unterscheiden sich aber bei Karosserie, Innenraum, Abstimmung und Ausstattung. Diese Punkte entscheiden über den Charakter der Modelle.  Der ID. Polo gilt als solider Allrounder, der Raval als sportlichster und emotionalster Vertreter, der Epiq als praktischer Raumwunder und der ID. Cross als handliches Familien-SUV.

Preislich starten aktuell alle drei Konzernbrüder unterhalb des Raval: 

  • Der ID. Polo kostet ab 24.995 Euro
  • Der Epiq startet mit einem Listenpreis von 25.900 Euro
  • Der ID. Cross beginnt bei 27.995 Euro

Beim Leasing bedeutet das bei den beiden günstigsten Modellen: Wer die höchste staatliche Elektroautoförderung bekommt und mit niedriger Ausstattung zurechtkommt, kann nach Recherchen unserer Redaktion Angebote für unter 100 Euro pro Monat finden. Das war auch für die Basisversion des Raval erwartet worden, 

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Vorschaubild: © Sebastian Christoph Gollnow/dpa