Immer mehr Fälle von manipulierten Süßigkeiten werden nach Halloween bekannt. Dabei handelt es sich nicht nur um Nadeln in Schokolade.
Nach Halloween sind in Unterfranken drei neue Fälle von präparierten Süßigkeiten bekannt geworden. Zweimal hätten Nadeln in Schokoriegeln gesteckt, einmal ein Metallteil mit scharfen Kanten in einem Fruchtgummi, teilte die Polizei mit. Zuvor war bereits in Obernburg am Main (Kreis Miltenberg) eine manipulierte Süßigkeit festgestellt worden.
Eine Gruppe mit mehreren Kindern sammelte den Angaben zufolge am Samstagabend (31. Oktober 2026) in einer Siedlung an der Schönhengststraße in Ebern (Kreis Haßberge) Süßigkeiten. Beim Ausleeren der Tüten fanden sie einen originalverpackten "Snickers Mini", aus dem eine goldene Nadel rund zwei Zentimeter herausragte. Die Polizei stellte den Riegel sicher. Bei den übrigen Süßigkeiten keine weiteren Auffälligkeiten.
Manipulierte Halloween-Süßigkeiten in Unterfranken - besteht ein Zusammenhang
Auch eine Familie aus Goldbach (Kreis Aschaffenburg) sammelte an Halloween Süßigkeiten. Dafür waren sie an Häusern am Kugelberg unterwegs. Bei der Kontrolle entdeckte sie später in einem Fruchtgummi einen scharfkantigen Metallspan. Ersten Erkenntnissen zufolge war das Metallteil so platziert, dass man es beim Verzehr der Süßigkeit hätte mitessen können.
Am Montag fand ein Kind in Eibelstadt (Kreis Würzburg) eine etwa fünf Zentimeter lange Nähnadel. Sie steckte in einem Schokoriegel, den es an Halloween gesammelt hatte. An der Verpackung war ein Einstichloch zu sehen. Die Polizei stellte den Riegel sicher.
Wo die Süßigkeiten ausgegeben wurden und ob zwischen den Fällen in den unterschiedlichen Regionen in Deutschland und Österreich ein Zusammenhang besteht, war zunächst unklar. Die Herkunft einzelner Süßigkeiten lässt sich nur schwer ermitteln.
Polizei warnt Eltern
Auch in früheren Jahren gab es ähnliche Funde. 2025 entdeckte etwa eine Mutter in Mittelfranken einen zwei Zentimeter langen Nagel in einer Süßigkeit ihrer Tochter. Die aktuelle Häufung von Fällen im Bundesgebiet ist jedoch sehr auffällig. Inwieweit etwa ein Trend in sozialen Medien dahinterstehen könnte, ist unklar.
Das Bundeskriminalamt (BKA) teilte mit, das Phänomen der manipulierten Süßigkeiten sei ihm grundsätzlich bekannt. Eine gesonderte Erfassung entsprechender Fälle erfolge jedoch weder im Rahmen der Polizeilichen Kriminalstatistik noch durch das BKA. Ermittlungsverfahren würden bei den Polizeibehörden der Länder geführt.