Die höchstgelegene Gaststätte Frankens wird seit knapp einem Jahr von neuen Pächtern geführt. Der Betriebsleiter blickt auf die erste Saison zurück – und berichtet von den Herausforderungen.
Die "Ochsenkopf Hüttn" auf 1024 Metern Höhe gilt als höchstgelegene Gaststätte Frankens. Sie liegt auf dem Ochsenkopf im Fichtelgebirge – direkt am sogenannten Asenturm. Vor knapp einem Jahr trug das Lokal jedoch noch einen anderen Namen: Als "Gipfelrestaurant Asenturm" wurde es von Martin Reichenberger geführt. Im November 2025 musste der Gastronom den Betrieb unter anderem wegen zu hoher Personalkosten einstellen.
Im Dezember übernahmen Sabrina Damrot und Bernd Deyerling die Gaststätte als neue Pächter, wie inFranken.de berichtete. Für den laufenden Betrieb ist seit der Übernahme Benedikt Praller verantwortlich, der gemeinsam mit dem neuen Team den Neustart am Ochsenkopf gestaltet. Im Gespräch mit inFranken.de blickt er auf das erste Jahr zurück. In der benachbarten Fränkischen Schweiz gibt es ebenfalls einige gute Anlaufstellen zum Essengehen.
Frankens höchstgelegene Gaststätte: Bilanz nach erster Saison auf der "Ochsenkopf Hüttn"
Die Eröffnung der "Ochsenkopf Hüttn" erfolgte am 19. Dezember 2025 unter besonderen Voraussetzungen: "Eigentlich sollte es später losgehen", erzählt Betriebsleiter Praller. Man hätte sich jedoch für einen früheren Beginn entschieden, um die Wintersportler direkt zur Skisaison versorgen zu können. Die erste Saison rund um den Skibetrieb lief laut Praller gut an, brachte später jedoch die typischen Herausforderungen eines touristischen Betriebs am Berg mit sich. Im Frühjahr sei zunächst eine Lücke zwischen dem Ende der Skisaison und dem Beginn der Wandersaison entstanden. Wanderer finden in Franken einige beliebte Hütten zum Einkehren.
Der Ochsenkopf bietet als Ausflugsziel einige Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten.
Der Sommer in der "Ochsenkopf Hüttn" fiel durchwachsen aus. "Wir hatten da nicht so hohe Frequenzen", sagt Praller inFranken.de. An besonders heißen Tagen seien die Besucherzahlen teilweise hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückgeblieben. Positiv hätte sich hingegen die Wiedereröffnung des Bikeparks am Ochsenkopf ausgewirkt. Viele Radfahrer hätten die Gelegenheit für eine Einkehr auf der Hütte genutzt. Insgesamt habe sich die Saison vor allem zum Ende hin noch erfreulich entwickelt.
Gipfelrestaurant im Fichtelgebirge: Angebot für breiteres Publikum ausgebaut
Mit Blick auf die Karte setzt man in der höchstgelegenen Gaststätte Frankens weiterhin auch auf klassische Hüttengerichte wie Schnitzel, Currywurst und verschiedene Suppen. Doch das Angebot sei in den vergangenen Monaten auch in Richtung vegetarisch erweitert worden. Ziel sei es gewesen, ein breiteres Publikum anzusprechen. Nach Angaben des Betriebsleiters wurde das Angebot gut angenommen. Vor allem sportlich aktive Gäste hätten häufig zu leichteren Speisen, etwa zu Salaten mit Hähnchen, gegriffen.
Sternekoch Alexander Herrmann möchte sich bis 2032 ebenfalls kulinarisch neu aufstellen – mit fränkischer Küche und innovativen Fine-Dining-Erlebnissen.