Deutschland ist eine Grillnation: Das Brutzeln von Steaks und Bratwürsten gehört im Sommer zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Laut dem Statistik-Portal "Statista", wurden im Jahr 2018 in der Bundesrepublik etwa 143.282 Tonnen Grllfleisch im Wert von 1,2 Milliarden Euro abgesetzt. 

Dabei kommen Hobby-Ggriller immer wieder auf die verrücktesten Ideen und schmeißen die absurdesten Lebensmittel auf den Rost: Allerdings sollte nicht jedes Nahrungsmittel einfach auf den Grill gelegt werden.

Nicht jede Wurst darf auf den Grill

Bratwürste sind ein deutscher Klassiker und sind auf so gut wieder Grillparty vertreten. Gepökelte Würstchen sollten Griller allerdings auf dem Grillrost vermeiden.

Stark gepökelte oder geräucherte Wurstwaren sollten allgemein nicht gegrillt werden, da die darin enthaltenen Nitritpökelsalze zusammen mit den hohen Temperaturen auf einem Grillrost krebserregende Substanzen wie Nitrosamine bilden können. Dadurch steigt das Risiko für Darmkrebs oder Speiseröhrenkrebs erklärt das "Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)".

Grill-Mythos: Sollte man Fleisch mit Alufolie abdecken?

Folgende Nahrungsmittel sollte Sie als auf keinen Fall grillen: 

  • Wiener Würstchen
  • Bockwurst
  • Fleischwurst
  • Kassler
  • Leberkäse
  • Schinken (bspw. Kochschinken, Rohschinken, ...)
  • Speck

Unser Tipp: Auf vielen Verpackungen ist Pökelsalz nicht richtig gekennzeichnet. Grillen Sie deshalb ausschließlich Wurstwaren, die auch als Grillprodukt gekennzeichnet sind.

Aufgepasst bei mariniertem Fleisch

Auch bei mariniertem Fleisch ist Vorsicht geboten. Das "BfR" warnt davor, mariniertes Grillgut einfach so auf den Rost zu legen. Durch die auf die heiße Glut tropfende Marinade oder das Fett können krebserregende Stoffe wie Benzpyrene entstehen. Diese werden zwar nicht über das Essen aufgenommen, dafür aber über das Einatmen des aufsteigenden Rauches. Dieser Effekt kann auch bei einem Elektrogrill auftreten, wenn Fett auf die Heizstäbe tropft.

Unser Tipp: Grillen Sie mariniertes Fleisch, Schafskäse und Gemüse am besten in einer Schale. So wird verhindert, dass Fett oder Marinade in der Glut verbrennen kann.

Aluschale auf dem Grill: Die richtigen Zutaten sind wichtig

Aluschalen auf dem Grill sind generell umstritten. Sollten Sie ein Schälchen aus Aluminium verwenden, dann ist es wichtig, auf den richtigen Inhalt zu achten. Es sollten sich keine säurehaltigen Elemente oder Salzlake während des Erhitzens des Schälchens befinden. Bei hohen Temperaturen reagieren Säure beziehungsweise Salz und Aluminium und es können sich sogenannte Aluminiumionen aus der Schale lösen, welche bei Verzehr als gesundheitlich stark bedenklich gelten.

Unser Tipp: Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann greifen Sie statt zur Aluminiumschale lieber zur einer gusseisernen Grillpfanne. Dort können Sie bedenkenlos alles grillen, was Sie wollen.

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Das richtige Fett verwenden

Gemüse wird vor dem Grillen oft mit normaler Butter oder Kräuterbutter bepinselt. Dabei geht es hauptsächlich um den Geschmack. Allerdings ist Butter für sich genommen sehr hitzeempfindlich. Wie auch beim Anbraten in der Pfanne wird Butter bei zu hohen Temperaturen schwarz, die enthaltenen Fettsäuren oxidieren und es entstehen krebserregende Stoffe.

Unser Tipp: Bestreichen Sie das heiße Grillgut nach dem Grillen mit Butter. Brauchen Sie das Fett für den Garprozess, dann empfehlen wir Ihnen auf hitzebeständige Öle wie Olivenöl oder Rapsöl zurückzugreifen.

Grillspieß, Kräutersteak und Forellte: Auf unserem Portal "Fränkische Rezepte" finden Sie zahlreiche leckere Rezepte für ihr Grillfest.

aa