• Versteckte Zuckerfallen in vielen Lebensmitteln
  • Wie viel Zucker sollte man täglich zu sich nehmen?
  • Warum enthalten viele fettarme Produkte mehr Zucker?
  • Was bedeutet "weniger süß"?
  • Was sollte man auf der Verpackung prüfen?

Maximal fünf bis zehn Prozent der täglichen Kalorien sollte man in Form von Zucker zu sich nehmen. Laut dem Verbrauchermagazin "Ökotest" sind das etwa 50 beziehungsweise 25 Gramm Zucker. Das entspricht 12 beziehungsweise sechs Teelöffeln. Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für den täglichen Zuckerkonsum nehmen sich gesundheitsbewusste Menschen zu Herzen. Auch fettarme Lebensmittel liegen im Trend. Doch gerade diese enthalten oft mehr Zucker, als bewusst lebenden Verbrauchern lieb ist. Worauf man bei dieser Spirale achten soll, erklärt Daniela Kehl, Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Bayern, in der aktuellen Ausgabe des Apothekenmagazins "Diabetes Ratgeber". Ebenfalls lesenswert: Weshalb du auf künstliche Süßstoffe besser verzichten solltest, erfährst du in unserem Artikel. 

Zuckerfallen in Lebensmitteln: Nimmt man mit fettarmen Produkten ab?

Macht fettarm schlank? Eher nicht. "Fettverzicht spart Kalorien. Doch durch den geringen Fettgehalt bleibt man nicht lange satt", sagt Daniela Kehl.

Weil Fett außerdem ein Geschmacksträger ist, der bei fettarmen Produkten reduziert ist, muss der Hersteller den Gaumen mit anderen Zutaten zufriedenstellen. Beispielsweise mit Zucker: In einem als fettarm beworbenen Fruchtjoghurt können daher mehr als 30 g Zucker stecken. Das treibt Insulin- und Zuckerspiegel hoch.

Wo weniger Fett draufstehe, sei automatisch mehr Zucker drin, kritisiert auch "Ökotest". Da beide Geschmacksträger sind, übrigens auch umgekehrt: In Lebensmitteln mit weniger Zucker ist oft mehr Fett enthalten. Um das zu kaschieren, bedient sich die Lebensmittelindustrie einiger Tricks. So sind etwa Bezeichnungen wie "weniger süß" irreführend. "30 Prozent weniger süß" bedeute lebensmittelrechtlich nur, dass das Lebensmittel 30 Prozent weniger süß ist als ein Vergleichsprodukt, so das Verbrauchermagazin. Das kann laut der Tester aber heißen, dass das Produkt trotzdem mehr als die Hälfte aus Zucker besteht.

Ernährungsberaterin rät: Besser Zucker statt Fett sparen

Kehl rät, eher am Zucker zu sparen. Doch auch das Etikett "ohne Zuckerzusatz" führe oftmals in die Irre. Die Angabe sei erlaubt, wenn dem Produkt kein Zucker oder andere zuckrige Zutaten zugesetzt sind, wie etwa Honig oder Apfelsaftkonzentrat, weiß die Expertin.

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In Lebensmitteln "ohne Zuckerzusatz" kann aber von Natur aus viel Zucker stecken, etwa in Fruchtsäften oder Müslis mit Trockenfrüchten. Die Angabe "enthält von Natur aus Zucker" sollte auf dem Etikett stehen, ist aber nicht Pflicht. "Ohne Zusatz von Süßungsmitteln" bedeutet: Im Produkt befinden sich weder Süßstoffe noch Zuckeraustauschstoffe. Trotzdem kann viel Zucker drin sein. "Auch alles, was mit -ose endet, ist nichts anderes als Zucker", ergänzt Dr. Astrid Tombek, Ernährungswissenschaftlerin am Diabetes Zentrum Mergentheim. Beispielsweise Dextrose oder Maltose.

Auch der Nutri-Score auf der Produktpackung kann hilfreich sein. Mit farblich unterlegten Buchstaben (A bis E) gibt er einen Hinweis darauf, ob das Produkt hinsichtlich der Nährwerte günstig oder eher ungünstig ist. Allerdings: Selbst wenn ein Produkt beim Nutri-Score ein gutes B erhalten hat, kann es trotzdem relativ zuckerlastig sein - daher immer auch die Nährwerttabelle prüfen. Empfehlung: Wie du deiner Zuckersucht den Kampf ansagst, erfährst du im Buch "Zuckerfrei: Wie Sie Ihre Zuckersucht beenden und Ihren Körper natürlich entgiften"*, das bei Amazon erhältlich ist.

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