Eine Allergie oder Unverträglichkeit gegen Kaffee ist relativ selten, aber in den letzten Jahren bekommen immer mehr Menschen Intoleranzen. 

Da die Kaffeepflanze viele verschiedene Inhaltsstoffe enthält, kann es je nach Unverträglichkeit zu verschiedenen Allergie-Anzeichen kommen.

Kaffee-Intoleranz: So macht sich die Unverträglichkeit bemerkbar

Bei einer Allergie werden die eigentlich harmlosen Inhaltsstoffe von Lebensmitteln nicht richtig verarbeitet oder im Körper abtransportiert. Häufig wird dies durch einen Enzymmangel ausgelöst.

Bei Kaffee gibt es mehrere Arten einer Unverträglichkeit, die sich durch unterschiedliche Symptome äußern können.

  • Koffein ist einer der Hauptinhaltsstoffe in Kaffee, der eine allergische Reaktion auslösen kann. Denn dieser Stoff hat eine hemmende Wirkung auf das Enzym Diaminoxidase, das Histamin im Körper abbaut. Wer also an einer Histamin-Intoleranz leidet, neigt auch schnell zu einer Kaffee-Allergie. Erkennen kann man eine Koffein-Intoleranz häufig daran, dass man nach dem Kaffeegenuss zu Schwitzen, Schwindel und einem erhöhten Puls neigt.
  • Die meisten von uns kennen und schätzen Kaffee als Wachmacher - trinkt man das Getränk spät am Abend, kann das schnell zu Nervosität und damit einhergehenden Einschlaf- und Schlafstörungen führen.
  • Neben koffeinhaltig, ist die Kaffeepflanze auch sehr säurehaltig. Besonders eine starke Röstung kann den Säuregehalt in den Bohnen noch mehr verstärken. Ein übermäßiger Konsum oder eine Unverträglichkeit kann Magenbeschwerden, Durchfall oder Sodbrennen auslösen.
  • Bei einer stark ausgeprägten Intoleranz kann es sogar zu Erbrechen und Kreislaufproblemen kommen. Auch ein anaphylaktischer Schock ist bei einer allergischen Reaktion nicht auszuschließen.

Kaffee-Allergie: Das hilft dagegen

Um trotz einer Kaffee-Intoleranz dennoch nicht auf den beliebten Wachmacher verzichten zu müssen, gibt es einige Methoden, wie man Koffein- und Säuregehalt der Bohnen variieren beziehungsweise reduzieren kann.

  • Andere Zubereitungsart: Der Säuregehalt in den Kaffeebohnen wird vor allem durch die Röstung variiert. Eine starke Röstung sorgt für eine höhere Säurekonzentration. Ein Wechsel der Zubereitungsart kann also die Säure reduzieren. Auch die Stärke des Koffeins kann hierdurch angepasst werden. Eine Zubereitung im Filter, Pad oder Vollautomaten kann also unterschiedlich starke Symptome hervorrufen. Eine Variation der Methoden ist bei einer Unverträglichkeit daher keine schlechte Idee.
  • Die Temperatur ist wichtig: Neben der Zubereitung spielt auch die Temperatur, bei der der Kaffee gekocht wird, eine Rolle. Eine höhere Temperatur sorgt ebenso wie eine starke Röstung für einen konzentrierteren Säuregehalt.
  • Säure-reduzierter Espresso: Eine weitere Möglichkeit bei einer Säureunverträglichkeit ist es, auf Espresso umzusteigen. Dieser enthält wesentlich weniger Säure als herkömmlicher Kaffee, das liegt an der geringeren Brühzeit.
  • Koffeinfreier Kaffee: Ist das Koffein im Kaffee der Auslöser für die Unverträglichkeit, kann es sich auszahlen, auf eine koffeinfreie Alternative umzusteigen. Neben entkoffeiniertem Kaffee gibt es mittlerweile auch Kaffeesorten aus Getreide, wie Dinkel, Roggen oder Lupinen. Diese Varianten enthalten ebenfalls kein Koffein.
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