Schnellere Metastasenbildung durch Schmerzmittel
Betrachteten die Forscher nun den Krankheitsverlauf jener Probanden, die während der Studie an Krebs erkrankten, so zeichneten sich deutliche Unterschiede zwischen der Placebo- und der Aspirin-Gruppe ab.
Die Analyse ergab, dass für die Studienteilnehmer der Aspirin-Gruppe ein 19 Prozent höheres Risiko bestand, an einem Krebs zu erkranken, der Metastasen bildet. Außerdem war das Risiko der Diagnose einer fortgeschrittenen Krebserkrankung ebenfalls um 22 Prozent höher als bei der Placebo-Gruppe.
Aspirin bei älteren Menschen: Ist das Schmerzmittel gefährlich?
Personen unter dem Einfluss von Aspirin wiesen zudem ein höheres Risiko auf, während der Nachbeobachtungzeit zu sterben. Folglich seien also ältere Personen mit bestehender Krebserkrankung besonders von den tödlichen Folgen der Aspirin-Einnahme betroffen.
"Obwohl diese Ergebnisse darauf hindeuten, dass wir mit dem Beginn einer Aspirin-Therapie bei ansonsten gesunden älteren Erwachsenen vorsichtig sein sollten, bedeutet dies nicht, dass Personen, die bereits Aspirin einnehmen, ihre Aspirin-Therapie abbrechen sollten", erklärt Dr. Chan, Teil des Forscherteams.
Auch wenn die Ergebnisse auf den ersten Blick bedenklich wirken, sind sie mit Vorsicht zu genießen. Es handelt sich bei der Forschungseinheit lediglich um eine Beobachtungsstudie, welche auf statistischen Zusammenhängen basiert. Eine fundierte Untersuchung der tatsächlichen Ursache beleibt jedoch aus. Um den wirklichen Effekt von Aspirin zu bewerten, sind noch weitere Studien nötig.
Cannabis kommt in der Medizin ebenfalls als Behandlungsmethode gegen Schmerzen zum Einsatz. In einer weiteren Studie wurden die schmerzlindernden Wirkungen von Cannabis und Aspirin miteinander verglichen. Das Ergebnis überrascht.
aa