Vitamin A gehört zusammen mit den Vitaminen E, D und K zu den fettlöslichen Vitaminen. Das heißt, dass der Körper sie nur im Zusammenhang mit Fett aufnehmen kann. Vitamin A ist sowohl in pflanzlichen, als auch in tierischen Lebensmitteln enthalten, wie zum Beispiel in Karotten, Spinat, Hühnereiweiß oder auch getrockneten Aprikosen.

Vitamin A spielt unter anderem für die Funktion des Immunsystems und für die Haut eine wichtige Rolle. Außerdem zählt es zu den Nährstoffen, welche die Sehkraft unterstützen und Augen-Krankheiten vorbeugen können. Heilpraxisnet.de zufolge zeigt eine neue Studie eines Forschungsteams der Medizinischen Universität Wien, dass Vitamin A auch die Fettverbrennung bei Kälte ankurbelt und somit zur Gewichtsreduktion beitragen könnte.

Vitamin A regt Fettverbrennung bei Kälte an

Die Forschungsgruppe der Universitätsklinik Wien kam zu dem Ergebnis, dass kalte Umgebungstemperaturen sowohl bei Mäusen, als auch bei Menschen den Vitamin-A-Spiegel ansteigen lassen. Dadurch wird das sogenannte weiße Fettgewebe in braunes umgewandelt. Durch diese Transformation steigen die Fettverbrennung und die Wärmeproduktion und somit der gesamte Energieverbrauch.

Was ist der Unterschied zwischen dem weißen und dem braunen Fettgewebe? Im menschlichen Körper gibt es viel mehr weißes Fettgewebe. Es befindet sich vor allem am Bauch, am Gesäß und an den Oberschenkeln und ist für die Fettspeicherung zuständig. Benötigt der Körper Energie, kann er auf diese Fettreserven zurückgreifen. Braunes Fettgewebe befindet sich zum Beispiel unter dem Schlüsselbein, am Hals und entlang der Wirbelsäule. Dieses ist für die Fettverbrennung und für die Freisetzung von Wärme zuständig. Allerdings nimmt die Anzahl der braunen Fettzellen mit zunehmendem Alter ab, weshalb es im höheren Alter leichter zu Übergewicht kommen kann. 

Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachjournal Molecular Metabolism veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass bei Menschen durch Kälteanwendung der Vitamin-A-Spiegel ansteigt - denn Vitamin A ist überwiegend in der Leber gespeichert und durch die Kälte kommt es zu einer Umverteilung des Vitamins in das Fettgewebe. Das führt zum sogenannten Browning, also zur Umwandlung von weißem in braunes Fettgewebe.

Möglichkeit zur Therapie bei Adipositas

Die Ergebnisse der Studie stellen eine neue Möglichkeit zur Behandlung von Übergewicht dar. Die Zugabe von Vitamin A in menschliches, weißes Fettgewebe führt zu einer Vermehrung der braunen Fettzellen und somit zu einem positiven Effekt auf den Energiestoffwechsel.

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Allerdings bedeutet das nicht, dass man Unmengen an Vitamin A zuführen sollte. Es muss nämlich "zur richtigen Zeit aufgenommen werden, damit es zu den richtigen Zellen im Körper transportiert wird", erklärt ein Forscher der Universität Wien. "Wir haben einen neuen Mechanismus entdeckt, wie Vitamin A in die Wärmeproduktion eingreift und die Fettverbrennung während der Kälte ankurbelt. Das könnte uns helfen, in Zukunft therapeutische Interventionen zu entwickeln, die genau diesen Mechanismus ausnutzen."

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