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Tipps & Tricks aus dem Garten

Grabschmuck im Winter: Die letzen Blüten für die Liebsten

Mit den Gedenktagen an die Verstorbenen im November rückt der Friedhof verstärkt ins Bewusstsein. Gerade dann wird aber die Natur sowieso schon kahler und trister. Welche Bepflanzung bietet sich nun an?
 
Mit den Gedenktagen im November hätte man gerne noch mal schöne Blüten für       seine Liebsten. Doch was eigent sich für eine winterliche Grabbepflanzung? Bild: Catkin/ pixabay.com
Mit den Gedenktagen im November hätte man gerne noch mal schöne Blüten für seine Liebsten. Doch was eigent sich für eine winterliche Grabbepflanzung? Bild: Catkin/ pixabay.com

Zu einer Zeit im Jahr rückt der Friedhof insbesondere ins Gedächtnis: Zu den Gedenktagen im November. Das schöne bunte Herbstlaub der hochgewachsenen Bäume ausgenommen ist aber das gerade jene Zeit im Jahr, in der die Witterung grau, kalt, nebelig und verregnet ist. Und die Natur immer kahler wird. Der sich ankündigende Winter macht es Grabbesitzer noch schwieriger. Wie kann man die Gräber schön und zugleich frostfest bepflanzen?

Moos und Zweige solange der Boden noch warm ist

Solange der Boden noch warm ist, wird das Grab noch nicht mit Moos und immergrünen Zweigen zugedeckt. Dann können auch noch gut neue Koniferen, Gehölze und Stauden in den Boden kommen. An diesen Tagen bieten Astern, Chrysanthemen, Herbst-Anemonen, Strauchveronika, Christrosen, Heidekraut, Alpenveilchen und winterharte Fetthennen attraktive Blüten.

Pflanzen mit Symbolcharakter

Auf dem Friedhof nutzen Gärtner gerne Arrangements von Pflanzen mit starkem Symbolcharakter. "Egal, ob als Bepflanzung oder in Form von Gestecken, Kränzen oder Sträußen - sie alle sind ein sichtbares Zeichen des Gedenkens, der Dankbarkeit und der Verbundenheit", erklärt Ehlers-Ascherfeld. Beliebt sind vor allem zwei Symbole: "Das Herz für die Liebe und das Kreuz für den Glauben", sagt Andreas Mäsing, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der deutschen Friedhofskultur.

Auch der Kranz gilt nicht nur direkt für die Trauerfeier als beliebtes Zeichen: Er spiegelt den Kreislauf des Lebens wider und ist zugleich ein Zeichen für Hoffnung, das ewige Leben und die Unendlichkeit - ohne Anfang und Ende. Meist wird er aus immergrünen Zweigen gebunden, dazu bieten sich beispielsweise Efeuranken, Rosen und andere haltbare Schnittblumen an.

Weihnachtlicher Grabschmuck

Christrosen, Skimmien, Gaultherien, die dazu winterlich oder gar weihnachtlich geschmückt sind, teils mit Kerzen, sind ein beliebter Grabschmuck. Wichtig ist bei der Pflanzenauswahl für den Winter: "Die Pflanzen und Materialien sollen möglichst unbeschadet einige Zeit überdauern können", erklärt Ehlers-Ascherfeld.

Für die Weihnachtszeit wird häufig auf die Farbe Rot gesetzt, zum Beispiel bieten das die Scheinbeere (Gaultheria) oder die Stechpalme (Ilex) mit ihren roten Früchten. Ergänzen lassen sich diese zum Beispiel durch getrocknete und rot eingefärbte Blüten der Schafgarbe oder Mohnkapseln - beides beliebte Element für Gestecke.

Kein Händchen für Floristik?

Und wer kein Händchen fürs Gärtnern und für Floristik hat? Es muss gar nichts Aufwendiges sein: Zur Adventszeit sind nicht nur im Haus und im Garten, sondern auch auf dem Grab Kerzen ein Gestaltungselement.

Wie auch im Garten kann die Bepflanzung auf dem Grab im Winter mit immergrünen Zweigen abdeckt werden. Diese lassen sich einfach auflegen oder auch dekorativ in die Erde stecken, da die Winterabdeckung vor allem dem Schmuck der Fläche dient.

Es bieten sich Zweige der Nordmannstanne oder der Blaufichte an, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Strukturen und Färbungen der Nadeln auch noch schöne Akzente setzen. Rein zum Winterschutz der Pflanzen eignet sich aber auch die Rotfichte.

Reisig für Dekoration abschneiden

Wer die Zweige dafür nicht kauft, sondern selbst abschneidet, sollte diesen etwas Zeit in der Kälte geben, dann verlieren sie nicht schon nach kurzer Zeit ihre Nadeln. "Um genügend ausreifen zu können, benötigen immergrüne Nadelgehölze unbedingt zwei, drei Nächte frostige Temperaturen", erklärt John Langley, Friedhofsgärtner und Gartenbotschafter der Loki Schmidt Stiftung.

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